Copertino zwischen Renaissance, Sakralbauten und Wein

File:Ingresso del Castello di Copertino.jpg File:Ingresso del Castello di Copertino.jpg Foto: FedericaPiccinniPhoto via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Copertino zwischen Festung und sakraler Kunst

Copertino verbindet eindrucksvolle Baugeschichte mit spirituell geprägten Orten und einer eigenständigen kulinarischen Identität. Das Castello di Copertino ist eine typische Renaissancefestung, die um 1540 unter Einbeziehung älterer Bauwerke errichtet wurde. Zu diesen älteren Bestandteilen gehört ein freistehender Turm aus dem 13. Jahrhundert. Die Festung wurde wahrscheinlich nach einem Entwurf des Architekten Evangelista Menga errichtet. In ihrer Kapelle San Marco befinden sich Fresken, die Gianserio Strafella im Jahr 1568 ausführte.

Auch die Kirchen von Copertino erzählen von unterschiedlichen Epochen. Der Bau der Chiesa Matrice begann 1088 und wurde 1235 abgeschlossen. Ihr quadratischer Turm ist 35 Meter hoch und in zwei Abschnitte gegliedert. In der Kirche können Sie außerdem die aus dem 16. Jahrhundert stammende „Deposizione“ von Strafella sehen. In der Collegiata di Santa Maria ad Nives befindet sich das Taufbecken, an dem San Giuseppe da Copertino getauft wurde.

Grottella, San Giuseppe und ältere Siedlungsgeschichte

Das Santuario della Grottella führt mehrere historische und religiöse Ebenen zusammen. Die heutige Kirche wurde 1577 als einschiffiges Gebäude mit drei Altären auf jeder Seite errichtet. Ihr Langhaus besitzt acht Arkaden, in denen sich barocke Altäre und wertvolle Gemälde befinden. Zu den Kunstwerken gehört ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, das den heiligen Antonius von Padua darstellt und Antonio Donato D'Orlando zugeschrieben wird. Der Bau des Klosters am Santuario begann 1618.

Mit San Giuseppe da Copertino ist auch das Santuario e della Stalletta di San Giuseppe da Copertino verbunden. Sein Bau begann 1754, ein Jahr nach der Seligsprechung des Heiligen, nach einem Entwurf des aus Copertino stammenden Adriano Preite. Die Geschichte des Monastero e Chiesa di S. Chiara reicht bis 1545 zurück; Alfonso Castriota gab das Gebäude in Auftrag.

Die mit der Chiesa di Casole verbundene ländliche Siedlung entstand vor dem Jahr 1000. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde sie rund um das Kloster Santa Maria di Casole wiederbesiedelt. Byzantinische Mönche trugen zur Entwicklung dieses mit der Chiesa di Casole verbundenen Dorfes bei. Damit reicht die Geschichte des Ortes über die Renaissance hinaus und schließt auch ältere Formen religiös geprägter Siedlung ein.

Rundgang, Anreise und lokale Spezialitäten

In Copertino gibt es einen touristischen Rundgang, der dem Ort und seinem Heiligen gewidmet ist. Er konzentriert sich auf spirituell geprägte Orte und die Baudenkmäler der Stadt. Für touristische Rundgänge sind spezialisierte Fremdenführer und/oder touristische Begleiter des CTG vorgesehen; Informationen und Reservierungen erfolgen über CTG Albatur. Copertino verfügt außerdem über einen Bahnhof an der Linie Novoli–Gagliano del Capo der Ferrovie del Sud Est.

Eine weitere Besonderheit sind die unterirdischen Ölmühlen. Sie wurden außerhalb der Stadtmauer in Bereichen mit hartem sandigem Kalkstein angelegt und gelten im Gemeindegebiet als frei zugängliche Orte. Die Verbindung zur Landwirtschaft zeigt sich auch in der lokalen Produktion: Copertino ist ein Produktionsgebiet für Olivenöl und mit zahlreichen Kellereien verbunden, die seinen Rotwein bekannt gemacht haben.

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