Supersano: Sakralarchitektur, Natur und lokale Traditionen
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Foto: TorselloMonica via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Supersano verbindet mittelalterliche Wehrgeschichte, frühmittelalterliche Siedlungsspuren, Sakralarchitektur und mediterrane Macchia. Dazu kommen alte Feldwege, Flora und Fauna sowie lokale Feste und Gerichte.
Geschichte und sakrale Architektur
Der mittelalterliche Turm des Castello Manfredi war wahrscheinlich das erste Verteidigungsbauwerk von Supersano und wurde möglicherweise unter den Normannen im 12. Jahrhundert errichtet.
In der Località Scorpo befindet sich ein frühmittelalterliches Dorf mit Grubenhäusern, einer in Süditalien bislang einzigartigen Siedlungsform. Die Siedlungsspuren in Scorpo ergänzen die Wehrgeschichte um ein frühmittelalterliches Kapitel.
Das Santuario della Beata Vergine di Coelimanna stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert, wurde umgebaut und 1746 fertiggestellt. Der Innenraum besitzt einen griechischen Kreuzgrundriss und ein komplexes Gewölbe aus Mauerwerk. Auf dem Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert befindet sich ein Papiermaché-Hochrelief: Es zeigt eine Hirtin, die dem Pfarrer die selige Jungfrau von Coelimanna weist.
Die Chiesa di San Michele Arcangelo wurde nach ihrem Wiederaufbau im April 1740 eingeweiht. Durch eine Erweiterung im Jahr 1933 erhielt sie ihre heutige Form eines lateinischen Kreuzes. Die Fassade aus Carparo-Mauersteinen ist durch ein Gebälk in zwei Ordnungen gegliedert. Im Grundriss stehen sich damit griechisches Kreuz und lateinisches Kreuz als unterschiedliche Bauformen gegenüber.
Macchia, Wege und Naturbeobachtung
Der Bosco della Serra di Mucurone ist ein etwa 2.000 m² großes Gebiet mit mediterraner Macchia. Durch den Wald führen alte Feldwege, die Tratturi heißen; auf ihnen lässt sich die reiche Biodiversität der Region beobachten. Das Besucherzentrum zeigt Dioramen zur Flora und Fauna des Waldes, didaktische Tafeln und ein Modell des Wasserkreislaufs.
Der Parco Naturale della Serra di Coelimanna liegt in mediterraner Macchia. Zu den dort seltenen Pflanzenarten zählen Orniello, Terebinthe und Kastanie. In unmittelbarer Nähe der Cripta und des Santuario della Beata Vergine di Coelimanna wurde eine ausgestattete Außenanlage eingerichtet, die Picknicks, sportliche Aktivitäten und Wellnesspfade ermöglicht.
Landschaftsraum und lokale Traditionen
Supersano gehört zu den Gemeinden des Parco dei Paduli, einer 5.500 Hektar großen ländlichen Landschaft mit alten Olivenhainen, Trockenmauern, Masserien, Menhiren und weiteren Kultur- und Landschaftselementen. Das Verbindungsprojekt des Parco dei Paduli umfasst Supersano und verläuft auf einer etwa 30 Kilometer langen Strecke durch landwirtschaftliche, natürliche und historische Ortslandschaften.
Auch die lokalen Traditionen geben dem Ort ein eigenes Profil. Am 19. März wird zu Ehren des heiligen Josef traditionell Massa e ciciri zubereitet, ein Gericht aus Kichererbsen und hausgemachter Pasta. Beim Karneval von Supersano gibt es seit 1980 jedes Jahr einen Umzug mit maskierten Gruppen und allegorischen Wagen. Massa e ciciri gehört zur kulinarischen Tradition, der Karneval zur festlichen Tradition des Ortes.
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