Ruggiano: Salentinische Gassen, Kapellen und Serra Falitte

File:Chiesa di S Elia profeta - Ruggiano.JPG File:Chiesa di S Elia profeta - Ruggiano.JPG Foto: Ascanio75 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ruggiano zwischen salentinischen Gassen, Sakralbauten und der Serra Falitte

Ruggiano liegt im salentinischen Hinterland, wenige Kilometer von der ionischen Küste entfernt. In den Gassen bewahrt Ruggiano eine Atmosphäre, die von langsamen Lebensrhythmen und landwirtschaftlichen Traditionen geprägt ist. Für Kulturinteressierte stehen im Ortskern Gassen, Steinhäuser, Innenhöfe und Portale als architektonische Bezugspunkte.

Zum baulichen Charakter gehören für den Salento typische Steinhäuser mit Innenhöfen und verzierten Portalen. Die Portale setzen dabei einen Akzent im Straßenraum, während die Innenhöfe den Häusern eine nach innen gerichtete Struktur geben. Beim Rundgang durch Ruggiano stehen so die überlieferten Bauformen im Mittelpunkt.

Kirchen, Kapellen und religiöse Geschichte in Ruggiano und im Salento

Das Santuario di Santa Marina besitzt zwei verzierte Eingänge, über denen sich jeweils ein Fenster befindet. Sein Innenraum hat zwei Schiffe. Die beiden Eingänge mit ihren Fenstern gehören zur äußeren Gestalt von Santa Marina; die zwei Schiffe gliedern den Innenraum des Heiligtums. Historisch wandten sich Pilger mit Gelbsucht in Ruggiano an Santa Marina.

Die Cappella della Madonna di Costantinopoli enthält mehrere Fresken und eine Leinwand aus dem 18. Jahrhundert mit einer Darstellung der Jungfrau Maria. In der Kapelle liegt der Schwerpunkt auf der bildlichen Ausstattung; Santa Marina zeigt dagegen vor allem die Folge aus Eingängen, Fenstern und zweischiffigem Innenraum.

Die Serra Falitte zwischen Ruggiano und dem ländlichen Salento

Die Serra Falitte erreicht eine maximale Höhe von etwa 165 Metern über dem Meeresspiegel. Sie bildet den Höhenrücken zwischen Salve mit dem Ortsteil Ruggiano und Morciano di Leuca mit dem Ortsteil Barbarano. Ruggianos Lage wird daher nicht nur durch die Küstennähe, sondern auch durch die Serra Falitte geprägt. Die Serra Falitte verbindet hier Relief, Vegetation und ländliche Nutzung.

Im Gebiet sind Reste von Waldvegetation mit Steineichen und Kermeseichen erhalten. Zur historischen ländlichen Kulturlandschaft der Serra Falitte gehören Olivenhaine, Trockenmauern sowie die ländlichen Bauten Pajare und Caseddhe. Auf der Serra Falitte stehen Waldreste mit Steineichen und Kermeseichen neben Olivenhainen, Trockenmauern und den ländlichen Bauten im Landschaftsraum. Die unterschiedlichen Bestandteile liegen in einem Landschaftsraum, in dem natürliche Gehölze und historische Formen der Landnutzung zusammengehören.

Wege und Orientierung für Ihre Reise rund um Ruggiano und Barbarano

Eine Route führt vom antiken mittelalterlichen Siedlungsplatz Celsorizzo über Ruggiano und Barbarano zu historischen Stätten und Heiligtümern. Für einen kulturhistorischen Weg lässt sich diese Abfolge als Etappe mit Siedlungsgeschichte und religiösen Zielen planen. Bei der Reiseplanung sind die Route über Celsorizzo und die Via Leucadense als zwei getrennte Wegbezüge zu behandeln.

Auf der Via Leucadense geht man bis zum Santuario di S. Maria de Finibus Terrae.

Die Eisenbahnlinie SUD-EST verläuft durch Ruggiano.

Weitere Orte: Neviano, Specchia, Surbo, Scorrano, Gagliano Del Capo, Torre San Giovanni, Presicce, San Donato Di Lecce

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lecce.

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