Specchia: Piazza, Ölmühlen und historische Feste

Ein Platz als historischer Bezugspunkt

Das Castello Risolo steht auf der Piazza del Popolo, dem Hauptplatz von Specchia. Das befestigte Gebäude wurde im 16. Jahrhundert errichtet.

Unterirdische Ölmühlen

Unter den Straßen von Specchia verläuft die Via dei Frantoi Ipogei auf einer nahezu vollständig unterirdischen Strecke. In Specchia gibt es vier unterirdische Ölmühlen: Scupola, Cicca, Perrone und Francescani neri. Sie wurden zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert in Kalkarenitbänke aus Tuff oder Lecce-Stein angelegt. Damit erhält die Ortsgeschichte neben der sichtbaren Architektur eine weitere, unterirdische Ebene.

Kapelle und Krypta

Die Cappella di Santa Caterina wurde 1532 errichtet und ist vollständig mit Szenen aus dem Leben und dem Martyrium der heiligen Katharina ausgemalt. Zu ihr gehört eine unterirdische Krypta basilianischen Ursprungs. Sie wird von 36 Säulen getragen und enthält Spuren byzantinischer Fresken. Für Sie entsteht so ein besonders dichtes Zusammenspiel aus sakraler Malerei, Baugeschichte und unterirdischem Raum.

Spuren der Stadtgeschichte

Die Chiesa della Madonna Assunta ist eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert in der Nähe der ehemaligen Porta del Foggiaro, die auch Porta Lecce heißt. Außerdem stehen in Specchia noch zwei Türme aus dem 15. Jahrhundert, die in spätere Gebäude integriert wurden. Verschiedene Bauzeiten bleiben dadurch in der heutigen Struktur des Ortes ablesbar.

Museum zwischen Energie und Wald

Im Museum von Specchia vermittelt die Sala delle Energie rinnovabili mit Spielen und dreidimensionalen Rekonstruktionen den Einsatz von Holz als Energieträger sowie die Windkraftanlage von Cardigliano. Das Bosco delle Sensazioni bietet dort eine anschauliche Rekonstruktion des Waldes von Specchia, die sich mit den Eigenschaften des Holzes beschäftigt.

Serra Magnone und Bosco Magnone

Specchia liegt am Fuß der Serra Magnone, einem der höchsten Punkte der Provinz Lecce. Der Bosco Magnone ist ein Kiefernwald, der hauptsächlich aus Aleppo-Kiefern besteht. Seine Vegetation umfasst Garrigue, Macchie, Steineichenwald sowie Aufforstungen mit Aleppo-Kiefern und Pinien.

Feste mit langer Tradition

Am 2. Februar wird in Specchia die Festa della Candelora mit einer jahrhundertealten Prozession gesegneter Kerzen in der der heiligen Katharina gewidmeten Kirche gefeiert. Im Rahmen des Festes findet auch die Fiera della Candelora statt, ein typischer Markt mit Textilien, handwerklichen Erzeugnissen und Terrakotta zum Ausstellen und Verkaufen. Bei den Feierlichkeiten zu Ehren des Patrons Anfang Mai wird die segnende Pappmaché-Statue des heiligen Nikolaus durch die Straßen von Specchia getragen. Die Fiera di San Nicola ist ein jahrhundertealter Termin im Rahmen dieser Feierlichkeiten.

Typische Spezialitäten

Bei einer saisonalen Sagra in Specchia werden typische Pittule angeboten, darunter Varianten mit gekochtem Stockfisch, Sardellen, Kirschtomaten, Blumenkohl, Thunfisch und Gemüse. Außerdem wird Puccia als traditionelles salentinisches Brot empfohlen. So gehören neben Architektur, Natur und Festen auch konkrete regionale Geschmacksbilder zur Erkundung von Specchia.

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