Corropoli: Neolithische Geschichte, Kirchen und Wege
Corropoli lässt sich über die neolithische Siedlung von Ripoli, die sakrale Baugeschichte von Sant'Agnese, die Torre Campanaria, Wege durch die Landschaft und das Palio delle Botti entdecken.
Neolithische Geschichte in Ripoli
Das Villaggio Neolitico di Ripoli liegt auf einer breiten Flussterrasse am linken Ufer des Bachs Vibrata in der Gemeinde Corropoli. Die Siedlung datiert ungefähr auf die Zeit von 5200 bis 4000 v. Chr. und bezeugt die Entstehung von Landwirtschaft und Viehzucht in Mittelitalien. Damit reicht die Geschichte dieses Ortes weit in die Frühzeit bäuerlicher Kulturen zurück. Die Lage auf der breiten Flussterrasse am linken Ufer des Vibrata gibt dem Fundort dabei einen klaren räumlichen Rahmen.
In Ripoli wurde bemalte, dreifarbige Keramik hergestellt, die zu den ältesten Keramiken Italiens zählt. Landwirtschaft, Viehzucht und Keramik stehen in Ripoli für unterschiedliche Seiten des frühen Siedlungslebens. Die Keramik verbindet den zeitlichen Rahmen mit einem konkreten handwerklichen Zeugnis.
Kirche und Turm in der Baugeschichte
Die Chiesa Parrocchiale di Sant'Agnese ist ein Marienheiligtum und die Hauptkirche von Corropoli. Sie entstand auf römischen Überresten; ihre erste Erweiterung erfolgte im 14. Jahrhundert. In diesem Bauwerk treffen somit die religiöse Bedeutung des Marienheiligtums, die Funktion als Hauptkirche und eine bauliche Entwicklung zusammen, deren Anfänge bis in die römische Zeit zurückreichen. Die erste Erweiterung im 14. Jahrhundert setzt dabei einen mittelalterlichen Zeitpunkt innerhalb dieser Baugeschichte.
Zur Architekturgeschichte gehört außerdem die Torre Campanaria. Sie gehört zu den vier „Bruderglockentürmen“ der Provinz Teramo. Die anderen befinden sich in Atri, Teramo und Campli. Die vier Türme bilden damit eine regionale Gruppe innerhalb der Provinz Teramo.
Fuß- und Radwege in der Landschaft
Der Sentiero Pedonale Badia verbindet die Badia di Mejulano mit der Pista Ciclabile. Der Weg besteht seit langer Zeit und wurde erst vor Kurzem durch Handläufe an beiden Seiten renoviert. Die Pista Ciclabile verläuft im Bett des Fosso Gallerici und bietet eindrucksvolle Ausblicke sowie Abschnitte von besonderem ökologischem und naturkundlichem Interesse. Die Handläufe sind dabei ein sichtbares Merkmal der jüngeren Renovierung.
Der Sentiero Pedonale Badia und die Pista Ciclabile unterscheiden sich damit bereits in ihrer Bezeichnung und Fortbewegungsart: Der eine ist ein Fußweg, der andere eine Radstrecke.
Palio delle Botti mit Mannschaften und Fassrollen
Beim Palio delle Botti treten Mannschaften der Contrade an. Jeweils zwei Paare von „Spingitori“ rollen ein 70 kg schweres Fass eine ansteigende Strecke hinauf. Das Gewicht des Fasses und die ansteigende Strecke prägen die körperliche Seite des Wettbewerbs.
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