Abruzzen: Berge, Küste und italienische Kultur entdecken
Unterkünfte in Abruzzen
Gebirge, Parks und stille Höhen
Abruzzo ist überwiegend gebirgig: Zwei Drittel der Region liegen über 750 Metern Höhe. Zugleich steht ein Drittel des Gebiets unter Schutz, und zwar durch drei Nationalparks, einen Regionalpark und mehr als dreißig Naturschutzgebiete. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus eine klare Frage nach dem gewünschten Schwerpunkt: Suchen Sie Naturerlebnisse in den Bergen, abwechslungsreiche Wege oder eine Verbindung aus Landschaft, Kultur und regionalem Genuss?
File:Lago di Scanno visto dall'alto, Abruzzo, Italia.jpg
Foto: AgustinaForlani via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wege durch die Nationalparks
Der Nationalpark Abruzzo, Lazio e Molise verfügt über ein weitläufiges Wegenetz, das sein gesamtes Gebiet durchzieht. Im Nationalpark Abruzzo sind Wandern, Reiten, Radtouren, Vogelbeobachtung sowie Ski alpin und Skilanglauf möglich. Außerdem schützt der Park unter anderem Wölfe, Apenninen-Gämsen und Marsikanische Braunbären. Der Nationalpark Maiella bietet ebenfalls ein weitläufiges Wegenetz; dort liegen kleine Dörfer und in Felswände eingebettete Einsiedeleien. Der Lago di Campotosto liegt auf 1.313 Metern Höhe und ist das größte künstliche Gewässer in Abruzzo.
Berglandschaften und historische Orte
Im Nationalpark Gran Sasso e Monti della Laga gibt es zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeit und Länge sowie mehrere Kletterrouten in Fels, Schnee oder Eis. In diese Routen ist auch die Besichtigung der Burg Rocca Calascio eingebunden. Die Festung liegt auf 1.460 Metern Höhe und gehört zu den höchsten Befestigungsanlagen Italiens. Rocca Calascio und das umliegende Areal sind heute relativ gut erhalten und können besichtigt werden. In L’Aquila wird die Perdonanza Celestiniana jedes Jahr mit religiösen Riten gefeiert; je nach historischem Zeitraum gehören dazu auch kulturelle Veranstaltungen. An der linken Seitenfassade der Basilika Santa Maria di Collemaggio befindet sich die Porta Santa, die anlässlich der Perdonanza Celestiniana geöffnet wird.
Adriaküste auf zwei Rädern und zu Fuß
Auch die Küste bietet eigenständige Möglichkeiten für aktive Tage. Die Via Verde della Costa dei Trabocchi ist ein vollständig am Meer verlaufender Rad- und Fußweg auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse. Die Route Bike to Coast führt entlang der Adriatischen Grünen Straße durch 19 Gemeinden in Abruzzo. Am Trabocco Turchino werden als öffentliche Anlage Führungen organisiert. Das Regionale Naturschutzgebiet Punta Aderci verbindet Sandstrände mit natürlichen Klippen und ergänzt damit die Küstenlandschaft um einen deutlich anderen Charakter als die hoch gelegenen Nationalparks.
Regionale Produkte und lokale Traditionen
Zur regionalen Eigenart gehören auch Produkte mit enger Verbindung zur Landschaft. Canestrato di Castel del Monte wird aus der Milch von Tieren hergestellt, die auf den Weiden am Südhang des Gran Sasso grasen. L’Aquila-Safran gilt als Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.). Im Gebiet des Nationalparks Gran Sasso e Monti della Laga gibt es außerdem eine „Butchers’ Zone“ mit Imbissstellen, die Wurstwaren, Käse, frisches Fleisch und regionale Produkte anbieten. Wenn Sie Ihre Unterkunft auswählen, können Sie daher zwischen Bergwegen, kulturellen Orten, Küstenetappen und kulinarischen Entdeckungen unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Regionale Orientierung
Für die weitere regionale Orientierung können Sie außerdem Chieti, L-Aquila, Pescara und Teramo entdecken.
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