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Morino: Naturschutzgebiet Zompo lo Schioppo und historische Wege

Unterkünfte in Morino

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Morino ist vor allem durch das Regionale Naturschutzgebiet Zompo lo Schioppo geprägt. Das 1.025 Hektar große Schutzgebiet liegt im Gemeindegebiet von Morino. Hier können Sie Natur, Wanderwege, Geschichte und lokale Kultur als unterschiedliche Schwerpunkte Ihrer Reise berücksichtigen.

Karstlandschaft und Wasserfall

Zompo lo Schioppo ist eine intermittierende Karstquelle, die jährlich in den Sommer- und Herbstmonaten versiegt. Ihr Wasser stürzt über eine steile Kalksteinwand mehr als 130 Meter tief und bildet den höchsten natürlichen Wasserfall des Apennin. Zum unterirdischen Wassersystem des Schutzgebiets gehören Höhlen, Karsttäler, Schächte und Dolinen. Ausgedehnte Buchenwälder und weitere Karsterscheinungen wie Schlucklöcher prägen den Landschaftsraum. Ein Teil des Schutzgebiets liegt im Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung Monte Viglio – Zompo lo Schioppo – Pizzo Deta.

Wanderwege und praktische Orientierung

Für wenig erfahrene Wanderer, Kinder und ältere Menschen bietet das Schutzgebiet thematische Wege mit geringerem Schwierigkeitsgrad. Daneben gibt es längere Wanderwege mit CAI-Markierungen. Die Rastplätze Lo Schioppo, Piano Sacramento und La Fossa verfügen über Tische, Bänke, Feuerstellen, sanitäre Anlagen und einen Verpflegungsbereich. Damit lassen sich unterschiedliche Weglängen und Aufenthaltsformen bei der Planung berücksichtigen, ohne die Naturerlebnisse auf eine einzige Route zu beschränken.

Museum und Umweltbildung

Das Centro Visita e Museo Naturalistico della Riserva präsentiert Karsthöhlen, die menschliche Nutzung des Schutzgebiets im Lauf der Zeit, den Buchenwald und die Felswände. Ergänzend bietet das Schutzgebiet Umweltbildungs-Labore und -Camps an, die sich besonders an jüngere Besucher richten. Für das Ecomuseo della Riserva Naturale Zompo lo Schioppo sind Öffnungszeiten von Montag bis Samstag von 9:30 bis 12:30 Uhr sowie sonntags nach Voranmeldung vorgesehen.

Morino Vecchio und sakrale Spuren

Morino Vecchio ist eine Geisterstadt, die mit der Geschichte einer Gemeinschaft verbunden ist, die für ihr Weiterleben weiter talwärts zog. Einige Wege in Morino Vecchio wurden sicher begehbar gemacht. Zu den bedeutenden Überresten gehört der Glockenturm von Santa Maria Bambina. Bei den Überresten der Kirche San Rocco befindet sich ein unterirdisches Beinhaus. Von der Kirche San Pietro in Brecciose bei Morino sind nur wenige Ruinen erhalten; ihr Name erscheint erstmals zwischen 1060 und 1063.

Der Cauto-Pfad führt zur Felsenkirche Santa Maria del Cauto, die Fresken vom Ende des 12. Jahrhunderts aufweist. So verbindet dieser Weg ein konkretes Wanderziel mit einem erhaltenen Zeugnis mittelalterlicher Sakralkunst.

Anreise und lokale Eindrücke

Von Norden erreichen Sie das Schutzgebiet über die A25, die Ausfahrt Avezzano und anschließend die Superstrada del Liri in Richtung Sora. Morino liegt etwa 15 Minuten von der Ausfahrt entfernt. Auch kulinarische Traditionen gehören zur regionalen Wahrnehmung: Im Frühjahr veranstaltet die Pro Loco di Rendinara ein Käsefest mit Verkostungen von lokalem Pecorino, der nach traditionellen Verfahren hergestellt wird.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.

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