Campo Di Giove – Wege, Natur und Geschichte in der Maiella
Unterkünfte in Campo Di Giove
Campo di Giove liegt auf 1.064 Metern am südwestlichen Abhang der Maiella und ist der höchstgelegene bewohnte Ort im gesamten Nationalpark Maiella. Bergweiden, Kiefernwälder und ausgedehnte Buchenwälder mit wertvoller Flora und Fauna prägen die Umgebung. Damit verbindet der Ort eine hochgelegene Landschaft mit vielfältigen Themen für eine Reise in die Abruzzen: Wandern, Naturbeobachtung, Geschichte und Wintersport.
Hochgelegene Landschaft und Natur
Die Lage macht Campo di Giove zu einem Ausgangspunkt zahlreicher geführter Wanderungen und Aktivitäten zur Erkundung des Nationalparks Maiella. Auf dem Weg P1 erreichen Sie nach etwa drei Stunden einen 2.390 Meter hohen Kamm. Kurz darauf folgt die von Dolinen geprägte Örtlichkeit Fondo di Femmina Morta. Dort lassen sich neben botanischen Raritäten des Parks in großer Höhe unter anderem der Felsenkleiber, der Mornellregenpfeifer und die Apennin-Gämse beobachten.
Auch der Sentiero tematico dell'Orso richtet den Blick auf die Tierwelt. Der Themenweg liegt nahe Campo di Giove beim Lago Ticino, einem kleinen Karstsee. Der etwa 4 Kilometer lange Rundweg ist dem Marsischen Braunbären gewidmet. Pine Cube ist eine eigens dafür konzipierte Holz- und Glasstruktur, die die direkte Beobachtung typischer Tierarten der Umgebung wie Bären, Wölfe, Rehe und Gämsen ermöglicht und ein Naturerlebnis bietet.
Wanderwege mit historischem Bezug
Die Etappe Campo di Giove–Palena des Sentiero della Libertà gilt als dessen „Herzstück“. Sie führt vom historischen Zentrum von Campo di Giove auf 1.070 Metern zum Guado di Coccia auf 1.674 Metern. Eine andere Verbindung bildet der Weg P3 nach Pacentro. Er folgt einer alten Verkehrsroute mit historischem und religiösem Interesse, die bereits vor dem Jahr 1000 von der Bevölkerung genutzt wurde.
Am Weg P3 finden sich in der Örtlichkeit Vacerita die Ruinen der Kirche S. Angelo dei Placunti; sie tragen auch die Bezeichnung S. Angelo di Plaquido. Der Ursprung des Heiligtums Madonna di Coccia reicht vermutlich bis ins Frühmittelalter zurück. Das heutige Kloster Madonna di Coccia entstand durch den Wiederaufbau auf den Ruinen eines Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert. So verbinden einzelne Wege Landschaft und religiöse Vergangenheit, ohne dass die historischen Bezüge nur im Ortszentrum bleiben.
Im Ortsbild und in der Architektur von Campo di Giove ist die mittelalterliche Vergangenheit des Ortes noch sichtbar. Casa Quaranta beherbergt das Museum der bäuerlichen Traditionen und Künste. Wer sich für die Entwicklung des Ortes, traditionelle Lebensformen und die Verbindung von Dorfstruktur und Berglandschaft interessiert, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die eigene Reiseplanung.
Wintersport in Campo di Giove
Auch im Winter ist die Höhenlage ein bestimmendes Thema. Im Skigebiet von Campo di Giove liegen die höchsten Pisten der Abruzzen. Sie reichen von Tavola Rotonda auf 2.350 Metern durch den Buchenwald von Quartarana bis zur Talstation von Campo di Giove. Zum Skifahren gibt es einen Sessellift zum Gebiet Guado di Coccia und einen Schlepplift.
Die schwarze Piste Porrara ist eine technisch anspruchsvolle Abfahrt. Sie führt von Serra Campanile auf 1.787 Metern über 2.100 Meter mit einem Höhenunterschied von 700 Metern talwärts. Für die Wahl einer Unterkunft in Campo di Giove können diese unterschiedlichen Schwerpunkte entscheidend sein: Sie orientieren Ihren Aufenthalt an einem Ort, der sowohl geführte Wanderungen und Naturaktivitäten als auch historische Wege und Wintersport umfasst.
Anreise und weitere Reiseziele
TUA-Busverbindungen aus Chieti, Pescara und Sulmona bedienen Campo di Giove mit einer Haltestelle im Ort. Für die Anreise ohne eigenes Fahrzeug ist diese Verbindung ein konkreter Orientierungspunkt bei der Planung.
Weitere Reiseziele: Castel Di Sangro, Villalago, Castelvecchio Subequo, Montereale, Collettara, Pacentro, Campotosto und Mascioni.
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