Nago-Torbole: Kultur, Wege und Gardasee
Unterkünfte in Nago-Torbole
Nago-Torbole verbindet sakrale Baugeschichte, Wandbilder, Festungs- und Zollgeschichte mit eiszeitlichen Felsformen und Wegen am Gardasee. Zwischen Nago und Torbole finden Sie damit Kultur, Natur und konkrete Routen für unterschiedliche Interessen.
File:Nago-Torbole - Sentiero Busatte-Tempesta, Nago-Torbole, Trento, Italy - October 10, 2021 01.jpg
Foto: Giorgio Galeotti via Source, CC BY 4.0
Kultur zwischen Nago und Torbole
Die Chiesa di Sant'Andrea ist seit 1175 urkundlich belegt. Nach Schäden durch den Durchzug der französischen Truppen unter General Vendôme im Jahr 1703 wurde sie im Barockstil wiederaufgebaut; ihr Zugang ist barrierefrei und gut ausgeschildert.
Der Bau der Chiesa della Santissima Trinità in Nago begann im Mai 1618 auf Initiative der Familie Tonelli; Fürstbischof Carlo Emanuele Madruzzo weihte sie 1636. Im Inneren stehen ein Marmor-Hauptaltar und eine Holzskulptur eines tirolischen Bildhauers des 15. Jahrhunderts.
Die dreizehn Murales von Nago entstanden zwischen 1996 und 1998 überwiegend durch junge lokale Künstler. Mit wenigen Ausnahmen zeigen sie Künste und Berufe vergangener Zeiten.
Im Forte superiore di Nago befindet sich das neue Kulturzentrum der Gemeinde Nago-Torbole. Im Erdgeschoss ist die neue Bibliothek untergebracht, im ersten Obergeschoss ist ein Raum für kulturelle Aktivitäten vorgesehen. Das Casello del Dazio in Torbole diente zunächst als Zollstelle und später als Unterkunft für österreichische Zollbeamte.
Fels, Eis und Gardasee
Castel Penede ist nach seiner Zerstörung im Jahr 1703 eine Ruine auf einem Felssporn in dichter Vegetation, mit einem Panorama über den Gardasee. Erreichbar ist sie über eine von einer Schranke versperrte Forststraße und anschließend über einen unebenen Weg, zu Fuß oder mit Spezialfahrzeugen.
Die Marmitte dei Giganti sind eiszeitliche Gletschertöpfe mit einem Durchmesser von 4 oder 5 Metern und einer Tiefe von 10 oder 12 Metern. Sie entstanden, als Schmelzwasser in Gletscherspalten stürzte und wirbelnde Steine schüsselförmige Vertiefungen in den Fels formten. In Torbole liegen sie in einer Panoramalage nahe der Staatsstraße; ein Halt dort wird empfohlen.
Wege mit unterschiedlichem Charakter
Die Strada di Santa Lucia war über Jahrhunderte die wichtigste Verbindung zwischen dem Gardasee und Nago. Heute bietet sie einen Spaziergang durch Olivenhaine mit Panoramablick auf den Gardasee.
Der Sentiero Busatte Tempesta verläuft an einem steilen, direkt über dem Gardasee gelegenen Berghang durch dichte mediterrane Vegetation und umfasst eiserne Treppen mit mehr als 400 Stufen.
Der Sentiero della Pace 11 beginnt in Nago, führt über eine von Weinbergen bewirtschaftete Hochebene und geht anschließend in den Weg 601 über. Dalle Marmitte al Perlone verbindet die Marmitte dei Giganti mit dem Castagneto di Nago; entlang der Route sind heute Abschnitte von Schützengräben und von örtlichen Vereinen geborgene Bauwerke sichtbar und besuchbar. Ein Abschnitt der La linea blu dell'Alto Garda führt vom Zentrum von Torbole bergauf in Richtung Busatte und anschließend nach Nago.
Der kleine Hafen von Torbole bietet weiterhin mehreren Booten Schutz, die von Einwohnern zum Fischen genutzt werden. Für Wassersportinteressierte folgt die Route des Sup Tour Conca d'Oro der Nordküste des Gardasees von Riva bis Torbole.
Den passenden Schwerpunkt wählen
Für Ihre Unterkunftsentscheidung hilft die klare Trennung der Interessen: Sant'Andrea, die Santissima Trinità, die Murales und das Forte superiore stehen für Kultur; Castel Penede, die Marmitte und die Wege ergänzen Landschaft, Geschichte und Ausflüge. So lässt sich ein Hotel in Nago-Torbole nach dem gewünschten Schwerpunkt auswählen, ohne den Ort auf nur eine Erfahrung zu reduzieren.
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