Serravalle zwischen Weinbergen und Geschichte
Unterkünfte in Serravalle
Serravalle liegt in einer natürlichen Talverengung zwischen den Hängen des Monte Zugna im Osten und des Monte Cornalè im Westen. In Serravalle treffen Weinbau, Wege durch die Hügellandschaft und eine vielschichtige Geschichte an der Etsch aufeinander. Wenn Sie einen Ort für eine Reise mit Bewegung durch die Landschaft und kulturgeschichtlichen Themen suchen, finden Sie hier mehrere unterschiedliche Ansatzpunkte.
Weinbau und Kulturlandschaft
Zur Kulturlandschaft von Serravalle gehören Weinberge, viereckige Anbauflächen, Trockenmauern und steinerne Unterstände. Die im Pergolasystem angelegten Weinberge prägen die Landschaft der Talsohle der Vallagarina im Gemeindegebiet von Ala. Begünstigt werden sie durch ein für den Weinbau geeignetes Mikroklima und passende Böden. Die Trockenmauern entlang des Weges bieten Pflanzen und Tieren Lebensraum und fördern die biologische Vielfalt. Beim Unterwegssein begegnen Ihnen damit nicht nur Rebanlagen, sondern auch die charakteristischen baulichen Elemente dieser Kulturlandschaft.
Unterwegs auf der Antica via Ala-Serravalle
Die Antica via Ala-Serravalle ist eine 11 Kilometer lange Route. Zu Fuß benötigt man dafür etwa drei Stunden, mit dem Fahrrad knapp zwei Stunden. Sie kann mit dem Fahrrad oder zu Fuß durch Weinberge und Hügellandschaften erkundet werden. Außerdem ist sie an den Etsch-Radweg angebunden und verfügt über Verbindungen nach Serravalle und Pilcante. Entlang der Route gibt es 13 Sehenswürdigkeiten mit erläuternden Tafeln des Museo Civico. Damit lässt sich Serravalle auf einer Strecke erleben, die Bewegung, Landschaft und örtliche Geschichte miteinander verbindet.
Die Passage an der Etsch
Zusammen mit Chizzola am gegenüberliegenden Ufer der Etsch bildete Serravalle einen Zwangsübergang für den Verkehr und Handel entlang des Flusses. Die Serravalle-Chizzola-Passage wurde im Lauf der Jahrhunderte wiederholt befestigt und bewacht. Bei Serravalle gab es ein unteres und ein oberes mittelalterliches Schloss; ihre Mauern und Überreste wurden zerstört. Während des Ersten Weltkriegs verlief bei Serravalle eine Verteidigungslinie mit umfangreichen Befestigungsanlagen, darunter der Schützengraben von Marani.
Archäologische Spuren und die antike Calchera
An den östlichen Hängen des Etschtals zwischen Ala und Serravalle gibt es Felsüberhänge, die von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart genutzt wurden. Archäologische Ausgrabungen belegen dort nahe dem Talboden menschliche Siedlungen aus dem Neolithikum, genauer aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. Die Nutzung des Gebiets bei Serravalle reicht mindestens bis in die römische Zeit zurück; beim Bau der Eisenbahn wurde dort 1857 eine Nekropole zufällig freigelegt. In der Umgebung von Serravalle befindet sich außerdem eine antike Calchera, ein großes tonnenförmiges Brennofenbauwerk, in dem Kalkstein zur Herstellung von Kalk gebrannt wurde.
Santuario di San Valentino
In der Umgebung von Serravalle erhebt sich auf einem Hügel mit Blick über die Vallagarina das Santuario di San Valentino. Der Blick reicht vom Engpass von Serravalle bis zum Castello di Sabbionara. Die Kirche wurde 1329 geweiht, und der Hügel war Ziel häufiger Wallfahrten. So ergänzen sich in Serravalle landschaftliche Eindrücke, historische Verkehrswege, archäologische Zeugnisse und religiöse Geschichte zu einer Reiseerfahrung, deren Schwerpunkte Sie nach Ihren eigenen Interessen wählen können.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele: Fai Della Paganella, Malosco, Folgaria, Baselga di Piné, Isera, Ronchi Valsugana, Vigo Di Fassa, Peio
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino.