Flavon: Castel Flavon, Pfarrkirche und Sentiero Margherita
Unterkünfte in Flavon
Flavon lässt sich aus zwei Perspektiven entdecken: Kulturgeschichte und Bewegung. Wer beim Aufenthalt nicht nur einzelne Bauwerke, sondern auch Wege, Landschaft und eine lokale Erzählung kennenlernen möchte, findet verschiedene konkrete Anknüpfungspunkte. Der Bogen reicht von sakraler Kunst und historischen Besitzverhältnissen bis zu Spazierwegen am Wasser, einer Pilgeretappe und einer saisonal geregelten Tunnelpassage.
File:Flavon, chiesa della Natività di San Giovanni Battista - Affreschi presbiterio 01.jpg
Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Castel Flavon und die Geschichte des Ortes
Die Ruinen von Castel Flavon liegen in der Nähe von Flavon. Castel Flavon gehörte nacheinander den Grafen von Flavon, den Coredo von Castel Valer und zuletzt den Adligen Spaur. Eine lokale Legende erzählt, dass die Einwohner von Flavon den Fürstbischof aus Castel Flavon befreiten, indem sie den Wachen Mohnpulver in den Wein mischten. Die Besitzfolge und die Legende eröffnen damit zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte von Flavon.
Pfarrkirche und sakrale Kunst
Die Pfarrkirche von Flavon gehört zu den ältesten Kirchen im Val di Non. Die Pfarrkirche der Geburt Johannes des Täufers wurde im 16. Jahrhundert im Stil von Cles wiederaufgebaut und ist mit Fresken der Baschenis geschmückt. Für kulturinteressierte Besucher verbindet sich hier regionale Einordnung mit Wiederaufbaugeschichte und künstlerischer Ausstattung.
Flavon an der alten Route
Flavon liegt an einer sehr alten römischen Route, die das Val di Non mit der Valle dell’Adige verbindet. Für eine Reise mit Interesse an regionaler Geschichte liefert dieser Verlauf einen zusätzlichen Anhaltspunkt.
Der Sentiero Margherita am Lez
Der Sentiero Margherita ist ein ebener Spazierweg, der dem Bewässerungskanal „Lez“ folgt. Der Kanal wurde vor mehr als 160 Jahren gebaut, um die Felder von Terres, Flavon und Cunevo zu bewässern. Dadurch verbindet der Weg die Bewegung entlang des Wassers mit einem konkreten Zeugnis der früheren Bewässerung.
Der Sentiero Margherita führt durch einen angenehmen Kiefernwald oberhalb der Gemeinden von Contà. Am Weg gibt es ausgestattete Bereiche, an denen Spaziergänger pausieren können. Entlang des Sentiero Margherita können im Wald Rehe beobachtet werden. Wald, Pausenbereiche und mögliche Tierbeobachtungen geben dem Spazierweg neben dem Kanalverlauf einen eigenen landschaftlichen Charakter.
Etappenweg und Stempelstelle
Auf der fünften Etappe des Cammino Jacopeo d'Anaunia befindet sich die Stempelstelle für Flavon an der Kirche San Giovanni Battista.
Die Tunnelpassage nach Val di Tovel
Von der Strecke des Sentiero Margherita kann man über das Bewässerungsbecken von Terres in einen Tunnel gelangen, der nach 2,5 km im Val di Tovel endet. Der Tunnel hat eine saisonale Öffnungsregelung vom 1. Mai bis 31. Oktober.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung: Molina Di Ledro, Tonadico, Cunevo, Passo Rolle, Portolo, Daiano, Meano, Centa San Nicolò.
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