Centa San Nicolò auf der Vigolana: Wege, Wasser und Geschichte
Unterkünfte in Centa San Nicolò
Centa San Nicolò auf der Vigolana
Centa San Nicolò liegt auf der Westseite der Vigolana auf 833 m Höhe. Für Ihre Reiseplanung verbindet die Umgebung Bergwege, die Wasserlandschaft des Torrente Centa, historische Spuren und die Kastanienkultur des Valle del Centa.
File:Centa San Nicolò, chiesa di San Nicolò nuova.jpg
Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wandern zwischen Wald und Bergkamm
Das Trekking del Gusto ist eine 4 km lange, teilweise unbefestigte Wanderung durch Kastanienhaine mit Verkostungen von Produkten aus der Vigolana. Ein anderer Ausgangspunkt für eine Bergtour liegt an der S.P. 349 della Fricca nahe dem Bar Ristorante Sindech: Dort beginnt der SAT-Weg 442 und führt über eine bewaldete, steil ansteigende Strecke zum Rifugio Casarota. Von dort verläuft der Weg weiter zum Gratrücken zwischen dem Bècco di Filadonna und der Terza Cima.
Das Rifugio Paludei ist über die asphaltierte SS della Fricca etwas oberhalb des Ortszentrums von Centa San Nicolò erreichbar. Alternativ führt ein etwa 3 km langer Forstweg von der Malga Doss del Bue auf 1027 m dorthin; dieser Forstweg ist für Autos gesperrt. Das Rifugio dient als Ausgangs- und Rastpunkt für Wanderungen in tieferen Lagen, Spaziergänge und Radrouten sowie für anspruchsvollere Touren zum Rifugio Casarota, zum Monte Spilech, zum Becco di Filadonna und zum Bivacco „alla Madonnina“ mit seiner charakteristischen Felsnadel. Von Frisanchi, dem höchstgelegenen Weiler der früheren Gemeinde Centa San Nicolò, führt eine Forststraße zum SAT-Weg 444. Das Bivacco Vigolana wurde 2016 mit einem innovativen Design in Form eines umgekehrten Pyramidenstumpfs wiederaufgebaut.
Am Torrente Centa
Der Parco fluviale del Torrente Centa bewahrt und erschließt bauliche Überreste, an denen die Kraft des Centa-Bachs einst Mühlen- und Sägewerksräder antrieb. Ausgebaute Wege entlang des Bachs eignen sich zum Wandern, Mountainbiken und Reiten. Der Torrente Centa bildet kleine weiße Kiesstrände; an ihm befindet sich außerdem der spektakuläre Wasserfall von Valimpach.
Auch historische Spuren gehören zur Umgebung: In der Ortschaft Campregheri gibt es kleine Befestigungen aus dem Ersten Weltkrieg. Ein Dokument aus dem Jahr 1216 belegt die frühe Entwicklung der Siedlung Centa San Nicolò. Der Fürstbischof von Trient, Federico Vanga, wies darin Urico und Enrico aus Bozen den Berg zwischen Folgaria und Centa zu, damit dort Gehöfte errichtet und das Gebiet fruchtbar und besiedelt gemacht werden konnte.
Die historische Gemeinschaft von Centa
Die Gemeinschaft von Centa soll bereits 1315 mit einer carta di regola ausgestattet worden sein. Zu ihrer historischen Gemeinschaft zählten zahlreiche als masi oder frazioni bezeichnete Siedlungen: Tonezzeri, Strada, Conci, Wolfi, Paldaofi, Chiesa, Lambri, Martinelli, Rossi, Uezi, Valle, Doss, Fontani, Sàdleri, Cioli, Pàcheri, Macani, Menegòi, Tiecheri, Frisanchi, Campregheri, Girardi, Gremesi, Pradi, Rauteri und Stauderi.
Kastanienkultur im Valle del Centa
Im Valle del Centa war der Kastanienanbau über Jahre eine wertvolle und einträgliche Tätigkeit. Ein Kilogramm Kastanien wurde gegen ein Kilogramm Mehl getauscht; bis heute sind dort 800 Obstbäume erfasst. Die Festa della Castagna della Valle del Centa ist für den 24. und 25. Oktober 2026 in Centa San Nicolò vorgesehen und wird von der Pro Loco Centa San Nicolò organisiert.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele für Ihre Italienplanung: Riva Del Garda, Ivano-Fracena, Giustino, Molveno, Pochi, Vason, Ossana und Lasino.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino.