Mores entdecken: Natur, Geschichte und sardische Kultur

File:Mores - Casa cantoniera - SS 128 bis (01).jpg File:Mores - Casa cantoniera - SS 128 bis (01).jpg Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Mores verbindet eine hügelige Kalksteinlandschaft mit sardischer Geschichte, sakraler Architektur und lebendigen Traditionen. Sardische Geschichte, Natur und regionale Kultur treten dabei mit eigenen Schauplätzen hervor.

Landschaft am Monte Lachesos

Mores liegt am Fuß des Monte Lachesos in einer überwiegend hügeligen Kalksteinlandschaft, die vom Rio Mannu durchquert wird. Der Berg Monte Lachesos befindet sich in der näheren Umgebung von Mores; außerdem liegt dort der Monte Bidisone. In der Umgebung von Mores befinden sich Monte Pedrosu und Monte Austidu. Die Oase Steppe sarde schützt Lebensräume, die die seltene Großtrappe zur Brut und zur Nahrungssuche nutzt. Damit reicht das Landschaftsthema von diesen Bergen und dem Flusslauf bis zu einem Lebensraum, der mit einer seltenen Vogelart verbunden ist.

Römische Geschichte und das Autodromo

Die Geschichte von Mores reicht bis in das Römische Kaiserreich zurück. Während dieser Zeit war Mores ein bedeutendes Zentrum an der Nord-Süd-Verbindung zwischen Porto Torres, damals Turris Libisonis, und Karales, dem heutigen Cagliari. Ein weiterer markanter Bezugspunkt ist das Autodromo Nazionale „Franco di Suni“. Es gilt als die erste und einzige Anlage ihrer Art auf Sardinien. So steht neben der römischen Verbindung ein eigenständiges sardisches Veranstaltungs- und Sportthema.

Kirchen und sakrale Bauwerke

Der Glockenturm der Pfarrkirche Santa Caterina ist 47 Meter hoch und gehört zu den höchsten Glockentürmen Sardiniens. Die Kirche Santa Croce hat ihren Ursprung in der byzantinischen Zeit und besitzt eine schlichte romanische Fassade aus dem frühen 13. Jahrhundert. Das Kapuzinerkloster stammt aus dem Jahr 1715. In der Umgebung von Mores befindet sich außerdem die Kirche S. Antioco di Bisarcio. Die sakralen Bauwerke nennen damit unterschiedliche Epochen und reichen von byzantinischen und romanischen Bezügen bis zu einem Klosterbau aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Historische Orte in der Umgebung

In der Umgebung von Mores befindet sich der antike Fundort Nuraghe Santu Antine. Ebenfalls in der Umgebung liegt der als Heiligtum erfasste Ort Nostra Signora de Cabu Abbas. Im weiteren regionalen Umfeld von Mores befindet sich die Burg Castello dei Doria – Chiaramonti. Diese drei Ziele ergänzen die Kirchen und Bauwerke im Ort um historische Orte mit jeweils eigener Bezeichnung und regionaler Einordnung.

Feste, Gesänge und regionale Spezialitäten

Das Fest Santa Lucia di Lachesos findet am 1. Mai statt und umfasst sardische Gesänge sowie einen Dichterwettbewerb. Der Termin bietet für die Reiseplanung einen festen Bezugspunkt im Frühjahr. Poscu Pasche ist eine in Mores mit dem Fest der heiligen Caterina verbundene Tradition. Dabei werden lokale Gerichte, sardische Süßspeisen und Logudorese-Wein verkostet. Die Festkultur verbindet damit einen datierten Anlass mit Gesang, Dichtung und einer regional geprägten Verkostung.

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