Marritza: Strand, Küstenwege und Geschichte am Meer
Marritza zwischen Strand und Geschichte
Marritza ist ein langer Strand mit hellgrauem Sand. Im letzten Abschnitt wird der Sand dunkler und geht in einen kieseligen Bereich über. An der Küste von Marritza liegen außerdem das archäologische Gebiet Santa Filitica und die Überreste der Tonnara di Perdas de Fogu.
Küste, Meerabstiege und Wege
Der zusammenhängende Küstenstrand von Sorso erstreckt sich von Platamona bis Marritza. Der bis Marritza reichende Küstenstreifen wird von der S.P. 81 begleitet; von dort führen neun Meerabstiege durch Kiefern und Wacholder. Die Küstenroute verläuft entlang der Küstenstraße und ihrer als „Pettini“ bezeichneten Meerabstiege.
Der Küstenabschnitt bis Marritza kann mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Entlang des Weges wechseln breite Sandstrände mit mediterraner Vegetation sowie ausgedehnten Kiefernwäldern und Wacholderhainen. Vom Ortszentrum aus kann man den Radweg an der Provinzstraße im Abschnitt Sorso–Marina di Sorso nutzen und anschließend entlang der gesamten Küstenstraße weiterfahren. Wer zu Fuß unterwegs ist, folgt dem Küstenabschnitt durch die Sandstrände, die mediterrane Vegetation, Kiefernwälder und Wacholderhaine. Bei der Wahl zwischen Fahrrad und Fußweg bleibt der beschriebene Küstenraum bis Marritza derselbe, während sich die Fortbewegungsart ändert.
Archäologische Spuren an der Küste
Das archäologische Gebiet Santa Filitica liegt an der Küste von Marritza auf einem etwas höher gelegenen Geländestreifen als der Strand, etwa 700 Meter südlich der Gemeindegrenze zwischen Sorso und Castelsardo. Santa Filitica umfasst die Überreste einer römischen Villa aus der Kaiserzeit, eine byzantinische Siedlung und zahlreiche Zeugnisse einer kontinuierlichen Besiedlung des Ortes vom 3. bis zum 9. Jahrhundert n. Chr. Die archäologische Abfolge reicht damit von der römischen Villa über die byzantinische Siedlung bis zu weiteren Besiedlungsspuren bei Santa Filitica.
Bei den 1980 durchgeführten Ausgrabungen in Santa Filitica wurden polychrome Bodenmosaike gefunden. Dargestellt sind Fische, Vögel, Früchte und ein Frauenkopf.
Tonnara di Perdas de Fogu
Die Überreste der Tonnara di Perdas de Fogu liegen an der Küste von Marritza an einem kleinen Kieselstrand. Der kleine Kieselstrand unterscheidet sich damit vom langen hellgrauen Sandstrand von Marritza. Heute ist von der Tonnara nur noch ein etwa 40 Meter langer freiliegender Abschnitt sichtbar. Während der saisonalen Wanderungen der Thunfische diente sie dem Thunfischfang.
Wein und Degustation
Der Cru of Marritza ist ein Weinberg auf Meereshöhe, etwa 200 Meter von der Küstenlinie entfernt, auf dem Cannonau-Reben wachsen. Im Restaurant AKitchen hat Küchenchef Mirko Pinna ein Degustationsmenü konzipiert. Je nach Verfügbarkeit der Produkte variiert die Zusammenstellung des Menüs; kombiniert wird es mit Weinen der Tenuta Asinara.
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