Solarussa: Kirchen, Nuraghen und Vernaccia-Kultur
File:Solarussa - Chiesa delle Anime (01).JPG
Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirchen, Archäologie und Weintradition
In Solarussa lassen sich sakrale Bauwerke, archäologische Spuren und eine eng mit dem Wein verbundene Ortskultur nebeneinander betrachten. Besonders deutlich wird diese Verbindung an der Chiesa parrocchiale di San Pietro, am Nuraghe Pidighi und im Gebiet Bennaxi entlang des Tirso-Tals.
Sakrale Bauwerke mit vielen historischen Schichten
Die Chiesa parrocchiale di San Pietro wurde zwischen 1830 und 1835 erbaut und am 24. Juni 1835 geweiht. In der Kirche befinden sich zwei Gemälde des römischen Malers Pietro Angeletti. Damit bietet der Bau einen klaren zeitlichen und künstlerischen Bezugspunkt für Ihre kulturelle Orientierung in Solarussa.
Auch San Gregorio verbindet mehrere Epochen. Die romanische Kirche steht auf einer Anhöhe am östlichen Stadtrand von Solarussa und wird aufgrund ihrer formalen Merkmale in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert. Der romanischen Kirche gingen Gründungsstrukturen einer frühmittelalterlichen Kirche voraus. Unmittelbar außerhalb von Solarussa liegt sie in einer umzäunten ländlichen Umgebung; vorgelagert ist ein großes Portal mit einem darüberliegenden Glockengiebel. Am Standort sind außerdem ein Bodenbelag und ein Becken aus der frühen Römerzeit erhalten, die möglicherweise zu einem Thermengebäude gehörten. In der Nähe befinden sich die als „putz’e angius“ bezeichneten Überreste aus der Römerzeit.
Die Chiesa delle Grazie ist das älteste der vier Heiligtümer von Solarussa. Ihre Loggia besitzt drei Reihen von Bögen, während zwei ähnlich gestaltete Glockentürme die Fassade flankieren. Die Chiesa delle Anime wurde 1749 errichtet und bewahrt ihre ursprüngliche Struktur. Sie hat einen dreischiffigen basilikaartigen Grundriss, einen polychromen Marmoraltar und eine hölzerne Kanzel.
Nuraghen und Spuren früher Siedlungen
Der Nuraghe Pidighi ist ein komplexer Nuraghe mit einem zentralen Turm, einem Hof und einem längs ausgerichteten Nebenturm. Im Hauptturm ist eine Wendeltreppe sichtbar. Der archäologische Komplex von Pidighi liegt zwischen den Tälern des Rio Cìspiri und des Fiume Tirso. Anders zeigt sich die Situation rund um den Nuraghen Muru Accas: Die Überreste der antiken Siedlung sind zwischen Vegetation und eingestürztem Stein kaum sichtbar; außer Rodungsarbeiten wurden dort bislang keine Ausgrabungen durchgeführt.
Bennaxi und die Vernaccia-Tradition
Das Gebiet Bennaxi entlang des Tirso-Tals ist völlig flach und bewässert. Dort werden unter anderem Artischocken, Wassermelonen, Melonen, Oliven und Weinreben angebaut. Für Vernaccia war Bennaxi früher das wichtigste Anbaugebiet von Solarussa; heute gilt der dortige Anbau als selten. Bei der Verarbeitung der Vernaccia werden die Trauben mit den Füßen in einem Leinensack zerdrückt, der in einem Trog aus Trachyt liegt. Im September findet das jährliche Vernaccia-Fest von Solarussa statt.
Feste und lokale Ausdruckskultur
Die Verbindung von Weinbau und Brauchtum zeigt sich auch im Karneval: Er heißt „su Bingiatteri“, also „der Weinbauer“. Bei den Novenen zu San Gregorio Magno, San Pietro und Nostra Signora delle Grazie werden die als „Is Gogius“ bezeichneten Kompositionen verwendet. So ergänzen religiöse Feiern und lokale Bezeichnungen die historischen Bauwerke um eine lebendige kulturelle Perspektive.
Wenn Sie eine Unterkunft in Solarussa auswählen, können Sie daher abwägen, ob Kirchen und Architektur, archäologische Spuren oder die Verbindung von Landschaft und Vernaccia den Schwerpunkt Ihrer Tage bilden sollen.
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