Santa Maria Navarrese entdecken: Strände, Geschichte und lokale Tradition

File:Olivastri di Santa Maria Navarrese, Baunei, Sardinia 2.jpg File:Olivastri di Santa Maria Navarrese, Baunei, Sardinia 2.jpg Foto: Thiotrix via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zwischen Strand, Yachthafen und alten Oliven

Santa Maria Navarrese verbindet maritime Landschaft, historische Spuren und lokale Tradition auf engem Raum. Eine von Pinien beschattete Terrasse in Santa Maria Navarrese bietet Ausblicke über den Golf und auf den Yachthafen. Die Spiaggia Centrale ist etwa 400 Meter lang; hinter dem Strand spendet ein schattiger Pinienhain in den heißen Tagesstunden angenehme Kühle. Vom Ortszentrum und vom Yachthafen aus ist der Strand in kurzer Zeit zu Fuß erreichbar.

Zwei Strände mit eigener Lage

Die Spiaggia Centrale von Santa Maria Navarrese reicht von den Felsen unterhalb der Torre Spagnola bis zu den als Birissi bezeichneten Felsen. Eine andere Küstenlandschaft bildet die Spiaggia di San Giovanni: Sie liegt zwischen der Torre Spagnola und dem Yachthafen. Die Bucht nördlich der Torre Spagnola trägt außerdem den Namen Portu Santu Giuanni.

Küste mit maritimer Geschichte

Die Bucht von San Giovanni wurde jahrhundertelang von Booten genutzt, die entlang der Küste von Ogliastra fuhren. Über der Küste steht die Torre Spagnola, die um 1591 als Teil der Küstenverteidigung gegen Pirateneinfälle errichtet wurde. So treffen an diesem Abschnitt der Küste die Erinnerung an frühere Seefahrt und die heutige maritime Prägung des Ortes aufeinander.

Von den Anlegestellen des Yachthafens Santa Maria Navarrese starten von April bis Oktober Boote und Schlauchboote zu Ausflügen entlang der Küste. Die nahe gelegene Cala Biriala kann mit Bootsausflügen oder gemieteten Schlauchbooten erreicht werden, die von Arbatax und Santa Maria Navarrese abfahren. Im nahe gelegenen Golf von Arbatax liegt das Isolotto d’Ogliastra direkt gegenüber von Santa Maria Navarrese.

Kirche, Fest und lokale Küche

Die Kirche Santa Maria Navarrese gilt plausibel als Gründung des 11. Jahrhunderts und wird mit baskischen Seefahrern in Verbindung gebracht, die ein Schiffsunglück überlebten. Einen lebendigen Ausdruck lokaler Tradition und Folklore bietet das Fest der Assunta: Es wird noch heute jedes Jahr am 15. August gefeiert.

Nahe der Kirche Santa Maria wurde der alte Forno della Festa zur Feier der Assunta verwendet. Heute wird der Ofen bei ethno-gastronomischen Veranstaltungen angeheizt, insbesondere zum Backen des lokalen Kartoffelbrots Turredda. Die Pietra Votiva ist ein pränuraghisches archäologisches Fundstück, das wahrscheinlich aus dem Neolithikum stammt.

Natur auf kleinem Raum

Nahe am Meer weist Santa Maria Navarrese auf kleinem Raum eine Konzentration jahrhundertealter wilder Olivenbäume auf. Neben der Kirche Santa Maria Navarrese steht ein großer wilder Olivenbaum, der wahrscheinlich mehr als tausend Jahre alt ist. Er ist etwa 10 Meter hoch und besitzt einen in 1,30 Meter Höhe gemessenen Stammumfang von 8,40 Metern.

Zu Fuß oder auf dem Wasser unterwegs

Wenn Sie die Umgebung zu Fuß erkunden möchten, beginnt in Santa Maria Navarrese die einfache, landschaftlich reizvolle Naturwanderung nach Pedra Longa. Für die Planung Ihrer Tage lassen sich damit unterschiedliche Küstenerlebnisse verbinden: Die Spiagge und der Yachthafen prägen die Orientierung am Meer, während Torre Spagnola, Kirche, Forno della Festa, Pietra Votiva und die alten Olivenbäume den Ort mit Geschichte und lokaler Kultur verbinden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ogliastra.

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