Arzana: Natur, Berge und sardische Geschichte

File:Arzana - panoramio.jpg File:Arzana - panoramio.jpg Foto: trolvag via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Arzana zeigt Sardinien in zwei eng verbundenen, aber klar unterscheidbaren Facetten: als Naturraum am Fuß des Monte Idolo und als Ort mit Spuren vieler Epochen. Für Ihre Reiseplanung sind deshalb sowohl stille Landschaften als auch archäologische und kirchliche Zeugnisse interessant. Die Besonderheiten liegen nicht in einer einzigen Sehenswürdigkeit, sondern in der Vielfalt der Ziele, die Arzana prägen.

Naturraum und Tierwelt

Arzana liegt am Fuß des Monte Idolo. Die Schlucht von Pirincanes bildet frei zugängliche Becken mit kristallklarem Wasser, die als "Kessel der Riesen" bezeichnet werden. In den Gewässern von Pirincanes kommen die Sardinische Forelle und der Sardinische Molch vor. Der Wasserfall Rio 'e Forru ist ein Naturmerkmal von Arzana im Gennargentu-Park. Die Bergquelle Funtana Orrubia liegt im Naturraum von Arzana. In den Wäldern der Flumendosa-Täler leben Mufflons, Wildschweine und Hirsche. Im Wald von Tedderieddu stehen drei Eiben, die als einige der ältesten Europas gelten.

Berglandschaft und Wege

Für Wanderinteressierte rückt die Bergwelt mit Punta La Marmora in den Mittelpunkt. Punta La Marmora ist mit 1.833 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Gipfel Sardiniens. Der Gipfel ist über Wanderwege wie den Gennargentu T-721 erreichbar; entlang des Weges gibt es zahlreiche Aussichtspunkte und zum Rasten ausgestattete Bereiche. Punta La Marmora gehört zum Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung "Monti del Gennargentu" (ITB021103) im Natura-2000-Netz. Die Kombination aus Gipfelziel, Wanderwegen, Aussichtspunkten und Rastbereichen macht das Thema für eine Reise mit Schwerpunkt auf Berglandschaft und Naturbeobachtung interessant.

Archäologie, Kirchen und Fotografie

Das Gebiet von Arzana wurde bereits in der Nuraghenzeit genutzt. In Perdixi liegt die Nekropole mit Domus de Janas von Perdixi. Die archäologische Stätte Nuraghe e villaggio di Ruinas umfasst einen dreilappigen Nuraghen, die Überreste eines heiligen Brunnens und etwa 200 runde Hütten. Sie erreichen Nuraghe e villaggio di Ruinas über die SS 389 und anschließend über eine ausgeschilderte asphaltierte Straße. Die heutige Pfarrkirche San Giovanni Battista stammt aus dem Jahr 1860 und bewahrt ein mittelalterliches Kreuz aus Silisé sowie eine Monstranz aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche San Martino besitzt an ihrer Fassade einen kleinen Glockengiebel und eine runde Öffnung. In Su Baingiu innerhalb von Arzana wurden Überreste aus der römischen Epoche sowie eine Thermalanlage entdeckt. Entlang der Straßen von Arzana sind fünf Fotografien von Oliviero Toscani zu den Hundertjährigen des Ortes ausgestellt.

Je nach Schwerpunkt können Sie in Arzana Natur, Berglandschaft, Archäologie, Kirchen und Fotografie unterschiedlich gewichten. Die Schlucht, die Wälder, der Gipfel und die historischen Zeugnisse sprechen verschiedene Reiseinteressen an, ohne dass Sie sich auf nur eine Form des Aufenthalts festlegen müssen.

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