Bari Sardo: Küste, Geschichte und sardische Küche

File:Rough sea at the beach in Bari Sardo, Sardinia, Italy.jpg File:Rough sea at the beach in Bari Sardo, Sardinia, Italy.jpg Foto: Fabio Pani via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bari Sardo führt Küste, Natur, Geschichte und sardische Esskultur zu mehreren klar unterscheidbaren Reiseerlebnissen zusammen. Eine Küstenlandschaft mit markanten Gesteinsformen steht neben prähistorischen Zeugnissen und Festen, in denen lokale Traditionen, Handwerk und typische Speisen sichtbar werden. Je nach Interesse können Sie den Ort daher als Ziel für entspannte Strandtage, kulturelle Entdeckungen oder genussvolle Einblicke in Sardinien betrachten.

Strand, Turm und Küstenlandschaft

Die Spiaggia di Barì ist etwa 8 Kilometer lang und 100 Meter breit. Ein felsiges Vorgebirge mit der Torre di Barì teilt den Sandstrand in zwei Abschnitte und gibt der Küste eine markante räumliche Gliederung. Die Torre di Barì selbst besteht aus lokalem Granit und Basalt, hat eine kegelstumpfförmige Gestalt und ist etwa 13 Meter hoch. Der Bau der Torre di Barì wurde 1572 vom Kapitän von Iglesias, Marco Antonio Camos, empfohlen, weil der Standort häufig von Korsaren aufgesucht wurde.

Auch der Küstenabschnitt am vulkanischen Basaltplateau Teccu besitzt einen eigenständigen Charakter. Dort trifft das Plateau auf das Meer; die Region Sardinien hat diesen Bereich als Gebiet von erheblichem naturkundlichem Interesse anerkannt, als Area di Rilevante Interesse Naturalistico, kurz R.I.N. Für Ihre Reiseplanung eröffnet dieser Teil von Bari Sardo einen naturkundlichen Blick auf die Küste, ohne dass Strand und Landschaft auf dasselbe Erlebnis reduziert werden müssen.

Weitere Küsten und Wege für aktive Tage

Die etwa 3 Kilometer lange Sandküste von Planargia erstreckt sich ausgehend von den Stränden Foddini und Tramalitza zwischen Cardedu und Bari Sardo bis zu dem als Sa Marina bekannten Abschnitt. An windigen Tagen wird sie zum Ziel für Wind- und Kitesurfer.

Ein kürzerer Ausflug führt zum Nuraghe Sellersu. Der Weg dorthin ist etwa 15 Minuten lang und hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad. Zusammen mit den unterschiedlichen Küstenabschnitten lässt sich so ein Aufenthalt mit kurzen, überschaubaren Unternehmungen und längeren Landschaftseindrücken verbinden.

Prähistorische Spuren und sardische Bräuche

Funtana ‘e su Rettore gehört zu den bekanntesten Domus de janas von Bari Sardo. Die prähistorische Anlage stammt aus dem Zeitraum vom fünften bis zum dritten Jahrtausend v. Chr.

Mehrere Feste geben Einblick in den lokalen Jahreslauf. Cosa Bona & Bariesa findet jährlich in Bari Sardo statt und widmet sich der Entdeckung der kulinarischen Traditionen des Ortes. Zum Programm gehören erfahrungsorientiertes Show-Cooking, Kurse, Workshops, Ausstellungen, Ausflüge und geführte Touren durch das Gebiet. Im Juli wird im Rahmen des San-Giovanni-Fests die Sagra de Su Nenniri veranstaltet. Dabei wird die Vorbereitung von Gefäßen mit Weizenkeimlingen als agro-pastorale Tradition nachgestellt; am Ende einer religiösen Prozession werden die Gefäße als Glückszeichen ins Meer geworfen. Luneddas, Menschen in historischer Kleidung, Saisonfrüchte und Pane pintau begleiten dieses Fest.

Bei der Fronleichnamsprozession im Juni werden handgefertigte Decken und Teppiche, die mit Webstühlen hergestellt wurden, an Balkonen und Fenstern ausgestellt. Im August stellt ein kulinarisches Fest zu Ehren der Culurgiones typische Erzeugnisse der Region sowie die kulinarische Tradition und Kultur von Bari Sardo und der sardischen Küste in den Mittelpunkt. Diese Termine verbinden Ortsgeschichte, Handwerk und sardische Küche auf jeweils eigene Weise.

Für weitere Ziele in der Umgebung können Sie auch Arbatax, Cardedu, Ardali, Tortoli, Gairo Sant'Elena, Urzulei, Baunei und Torre di Bari einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ogliastra.

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