Tortoli entdecken: Küste, Archäologie und Kultur

File:San Gemiliano hispanic tower seen from the beach, Tortolì, Sardinia, Italy.jpg File:San Gemiliano hispanic tower seen from the beach, Tortolì, Sardinia, Italy.jpg Foto: Fabio Pani via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Tortoli zwischen Küste und Geschichte

Tortoli verbindet eine vielfältige Landschaft mit markanten Küsten- und Kulturorten. Zum Gebiet gehören Strände, Wälder, mediterrane Macchia, Ebenen, Teiche und bewirtschaftete Hügel. Cala Moresca ist eine kleine, geschützte Bucht mit smaragdgrünem Wasser und rötlichen Felsen. In Arbatax ragt Rocce Rosse als etwa 15 Meter über dem Meer aufragende Klippe aus rotem Porphyr empor. Die geschützte Bucht und die rote Porphyrklippe markieren dabei zwei deutlich verschiedene Küstenformen. Das Landschaftsbild reicht damit von geschützten Buchten bis zu deutlich geformtem Küstengestein.

Archäologie mit einem Abstecher von der Radroute

Auf einem Abschnitt der Radroute erreichen und besichtigen Sie das archäologische Gebiet S’Ortali ’e su Monti über eine Abweichung von etwa 400 Metern. Dort umfasst das Gelände eine in der späten Jungsteinzeit in den Fels gehauene Domus de Janas. Zum nuraghischen Komplex gehören ein zentraler Tholos-Turm, eine Befestigungsmauer, drei kleinere Türme und die Fundamente von etwa zehn antiken Hütten. Außerdem beherbergt S’Ortali ’e su Monti Sardiniens größten nuraghischen Getreidespeicher mit zehn unterirdischen Silos. Wer diesen Routenabschnitt plant, kann den Abstecher als eigenen archäologischen Besichtigungspunkt berücksichtigen. Die zehn unterirdischen Silos ergänzen dabei Türme, Befestigungsmauer und Hüttenfundamente um einen weiteren Teil des Geländes.

Arbatax: Türme und Verteidigungsgeschichte

Der Tower of San Gemiliano wurde Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet und beherrschte von einer Lage 42 Meter über dem Meeresspiegel aus die Strände von Orrì und Cea. Im Parco Batteria bewahren dreizehn Kasematten den Ort, in denen während des Zweiten Weltkriegs Soldaten zum Schutz des strategisch wichtigen Hafens von Arbatax untergebracht waren. Der Park umfasst außerdem einen Naturspazierweg und bietet einen Panoramablick auf die Stadt. Beim Tower beziehen sich die historischen Angaben auf die Strände von Orrì und Cea; beim Parco Batteria geht es um den strategisch wichtigen Hafen von Arbatax, den Naturspazierweg und den Stadtblick.

Historische Gebäude im Ort

Die ehemalige Tabakfabrik wurde Anfang der 1920er-Jahre von Bischof Virgilio von Tortolì gegründet, um jungen Frauen mit geringen beruflichen Chancen eine dauerhafte Arbeit zu geben. Bis in die 1960er-Jahre war dieses Gebäude die örtliche Tabakfabrik. Die ehemalige Kathedrale Sant’Andrea ist eine klassizistische Kirche aus dem 18. Jahrhundert und besitzt einen prächtigen Altar aus polychromem Marmor. Die Fabrikgeschichte verbindet dabei soziale Arbeit und eine Nutzung, die bis in die 1960er-Jahre reicht.

Fest und lokale Küche

Das Stella-Maris-Fest findet jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli statt, dauert drei Tage und gipfelt in einer Seeprozession. Handgemachte Culurgiones gehören zum lokalen kulinarischen Angebot von Tortolì und Arbatax. Der Festtermin und die dreitägige Dauer bilden einen klaren zeitlichen Rahmen; die Culurgiones verbinden Tortolì und Arbatax kulinarisch.

Weitere Orte zur Orientierung

Girasole, Jerzu, Gairo Sant'Elena, Elini, Torre di Bari, Lanusei, Villagrande Strisaili und Urzulei

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