Capo Comino: Küste, Leuchtturm und Insel Ruja

File:Siniscola - Capo Comino (11).jpg File:Siniscola - Capo Comino (11).jpg Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Das Vorgebirge von Capo Comino ist der östlichste Punkt Sardiniens und schließt den Golf von Orosei im Norden ab. Schon diese geografische Lage macht den Küstenort zu einem interessanten Ziel für alle, die ihren Italienurlaub mit Meer, Landschaft und besonderen Orientierungspunkten verbinden möchten. Capo Comino lässt sich dabei sowohl über seine Küstenlinie als auch über historische Spuren und Aktivitäten im Freien entdecken.

Strand, Küstenlinie und Isola Ruja

Der Strand von Capo Comino bildet mit s’Ena ‘e sa Chitta eine zusammenhängende Küstenlinie. s’Ena ‘e sa Chitta ist dabei ein etwa drei Kilometer langer nördlicher Abschnitt des Küstenstreifens. Vor Capo Comino liegt Isola Ruja, eine kleine Insel aus rotem Porphyr. Je nach Gezeitenstand ist die Insel schwimmend oder zu Fuß erreichbar. Dadurch gehört der Blick auf die Insel ebenso zur Küstenerfahrung wie die wechselnde Verbindung zwischen Land und Meer.

Naturraum und Spuren des Neolithikums

Das Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung „Berchida e Bidderosa“ (ITB020012) umfasst das Dünensystem und das Vorgebirge von Capo Comino. Die Landschaft ist zudem mit sehr frühen menschlichen Spuren verbunden: In den Dünen wurden geometrische Mikrolithen aus Feuerstein und Obsidian gefunden. Diese Funde werden auf das ältere Neolithikum von 5800 bis 4800 v. Chr. datiert. Für kultur- und naturinteressierte Besucher liegen damit zwei unterschiedliche Zugänge zum Ort nahe beieinander.

Römische Epoche und Leuchtturm

Bei Capo Comino befindet sich eine Straße aus der römischen Epoche. Ein weiterer markanter Bezugspunkt ist der heutige Leuchtturm von Capo Comino. Er wurde 1903 errichtet, um die aufgegebene alte Signalstation zu ersetzen, und 1925 von der Regia Marina in Betrieb genommen. Die Jahreszahlen ordnen den Bau und die spätere Inbetriebnahme klar voneinander getrennt ein. Zusammen mit der römischen Straße entsteht so ein historischer Blick auf die Küste, der von der Antike bis in die maritime Geschichte des 20. Jahrhunderts reicht.

Wassersport und Radroute

Das Meer bei Capo Comino eignet sich zum Schnorcheln und zum sicheren Schwimmen. Der Strand wird außerdem von Wind- und Kitesurfern genutzt. Wer den Aufenthalt aktiver gestalten möchte, kann auch die Radrouten-Nummer 23 berücksichtigen: Sie führt von Siniscola nach Dorgali an den Stränden von Capo Comino vorbei. Isola Ruja bietet zusätzlich einen konkreten Bezugspunkt für die Planung am Wasser, wobei ihr Zugang vom jeweiligen Gezeitenstand abhängt.

Panoramapfad zum Leuchtturm

Für den Leuchtturm von Capo Comino wurde eine kleine Straße eigens angelegt. Der Weg verläuft auf einem gut begehbaren Panoramapfad, von dem aus sich die gesamte Küste von oben betrachten lässt. Wenn Sie eine Unterkunft auswählen, können Sie deshalb überlegen, ob Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts auf Strand und Meer, auf die historischen Schauplätze oder auf Spaziergänge mit Küstenblick legen möchten.

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