Mamoiada: Maskenkultur, Museen und Wein erleben

Masken, Rituale und Museen

Mamoiada verbindet eine ausgeprägte Maskentradition mit Museen, archäologischen Zeugnissen, Wein und Wegen durch die Anhöhen. Das Museo delle Maschere Mediterranee vergleicht die rituellen Künste der Barbagia mit Maskentraditionen aus dem weiteren Mittelmeerraum. Es zeigt vollständige Masken und Trachten der Mamuthones und Issohadores aus Mamoiada. Eine Multivision auf großen Bildschirmen vermittelt außerdem die Verbindung der Gemeinde Mamoiada zum Ritus der Mamuthones und Issohadores.

Im Museo della Cultura e del Lavoro steht die agropastorale Gesellschaft Mamoiadas im Mittelpunkt. Traditionelle Trachten, ihre Stile, Gewebe, Accessoires, Verzierungen und Farben veranschaulichen die soziale Organisation, die Hierarchien zwischen den Gesellschaftsschichten sowie die Rollen von Männern und Frauen. Das Museo dell'Archeologia e del Territorio di Mamoiada, MATer, widmet sich dem archäologischen Erbe Mamoiadas und dokumentiert Menhire, Nekropolen, Nuraghen und Siedlungen. Ein interaktiver multimedialer Rundgang erstreckt sich über drei thematische Räume.

Die Mamuthones in Mamoiada

Die Maskentradition wird beim Karneval von Mamoiada besonders konkret. Die Mamuthones und Issohadores treten beim Fest des heiligen Antonius zwischen dem 16. und 17. Januar, am Karnevalssonntag und am Faschingsdienstag auf. Nach der Einkleidung ziehen die Mamuthones in Gruppen von zwölf Personen durch Mamoiada, während die Issohadores in Gruppen von acht Personen auftreten. Bei der Erfahrung „La Culla dei Mamuthones e Issohadores“ besuchen Gäste außerdem einen historischen Sitz, in dem Trachten, Instrumente und Accessoires der Maskentradition aufbewahrt werden.

Archäologische Spuren in der Landschaft

Auch außerhalb der Museen begegnen Ihnen in Mamoiada konkrete Zeugnisse der Vergangenheit. Die Stele Boeli beziehungsweise Sa Perda Pintà ist mit konzentrischen Kreisen um eine zentrale Schälchenmarkierung verziert. Eine gerade Ritzung durchschneidet die Kreise und endet in einem hakenförmigen Fortsatz; hinzu kommen 23 weitere Schälchenmarkierungen. Die Nekropole von Istevéne besteht aus sechs künstlich angelegten Hypogäen, die örtlich als Concheddas bezeichnet werden. Im Gebiet von Mamoiada gibt es 32 Nuraghen, darunter Arràilo. Zusammen mit Spuren von Siedlungen und Gigantengräbern prägen sie die fruchtbareren Flächen.

Wege, Weinberge und lokale Aromen

In den Anhöhen Mamoiadas verlaufen die „sentieri dei pastori“, ehemalige Wege der Transhumanz, die heute als Trekking- und Mountainbike-Routen genutzt werden. Die Mamoiada Experience umfasst urbane Trekkingrouten, die in Ausflüge durch Weinberge und anschließende Weinverkostungen in einer Kellerei übergehen. Zur Erfahrung „Mamoiada – Rinascere con il Vino“ gehören drei ausgewählte Gläser Wein aus lokalen Produktionskellereien. Außerdem vermittelt sie Weinbereitungstechniken durch die direkte Schilderung eines Winzers beziehungsweise Produzenten. Die Cantina Giuseppe Sedilesu ist Teil der Strada del Vino Cannonau.

Praktische Orientierung für Ihren Aufenthalt

Das Museumssystem von Mamoiada bietet Führungen auf Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch an. Zur Nekropole von Istevéne führt der Zugang vom Dorf aus über die SS 389 in Richtung Fonni etwa 3 km bis zu einer Ausweichstelle. Anschließend folgt ein leicht ansteigender Weg zu den ersten Domus de Janas. Diese Kombination aus Museen, Maskenritualen, archäologischen Orten, Wein und Wegen hilft Ihnen, den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festzulegen. Wenn Sie ein Hotel in Mamoiada auswählen, können Sie sich dabei an der gewünschten Mischung aus Kultur, Landschaft und Wein orientieren.

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