Turri: Safran, ländliche Kultur und Feste im Jahreslauf
Turri zwischen Feldern und ländlicher Kultur
Turri zeigt einen Charakter, der eng mit dem Wechsel der Felder verbunden ist. Die von Landwirtschaft geprägte Landschaft verändert sich im Jahresverlauf mit dem Wechsel der angebauten Kulturen. Für Besucher bedeutet das eine Umgebung, deren Erscheinungsbild nicht statisch bleibt, sondern durch die jeweilige Feldnutzung mitbestimmt wird. Landwirtschaft, historische Bauten und Feste bilden dabei unterschiedliche Zugänge zu Turri.
Safran und einfache Esskultur
Am zweiten Sonntag im November können Besucher in Turri blühende Safranfelder besichtigen und an der Ernte sowie der Reinigung der Blüten teilnehmen. Der Termin verbindet die Landschaft mit konkreter Arbeit an der Pflanze und gibt Ihrer Reiseplanung einen klaren saisonalen Bezug. Auch su murzu steht für eine einfache Zwischenmahlzeit: Sie besteht aus Brot, Zwiebeln, Käse und Wurst.
Bäuerliches Alltagsleben
Die Casa Museo dell’Arte Contadina vermittelt das bäuerliche Alltagsleben anhand von Einrichtungsgegenständen, Trachten, Geräten und Arbeitswerkzeugen. Diese Werkzeuge stehen mit der Herstellung von Getreide, Öl und Wein in Verbindung. So werden Arbeitsbereiche sichtbar, die den ländlichen Charakter von Turri ebenso ergänzen wie der Wechsel der angebauten Kulturen in der Landschaft.
Hofhäuser und Monte Granatico
Turri besitzt weiterhin zahlreiche traditionelle Hofhäuser mit großen Portalen. Die ältesten dieser Portale stammen aus dem 19. Jahrhundert. Das Monte Granatico befindet sich in einem Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dessen Fensterstürze mit palladianischen Dekorationen geschmückt sind. Als Getreidebank lieh das Monte Granatico Bauern Getreide mit der Verpflichtung, es nach der Ernte zurückzuzahlen. Architektur und frühere Versorgung bilden hier eine eng verbundene Ortsgeschichte.
Historische Spuren in der Landschaft
Der Monumentalfriedhof von Sant'Elia bewahrt einen behauenen Stein, der als antikes Taufbecken der ehemaligen byzantinischen Kirche von Turri gilt. Diese Kirche ist heute vollständig zerstört. Der Parco degli Ulivi Secolari liegt im Gebiet Molinu am Ortsausgang von Turri in Richtung Tuili. Die Reste des Nuraghen Cabonu liegen im Gebiet von Turri an der Grenze zum Gemeindegebiet von Ussaramanna, etwa einen Kilometer östlich der Ortschaft, auf einer Anhöhe in 185 Metern Höhe. Die komplexe Anlage besteht aus einem Mastio und vier hinzugefügten Türmen und ist heute vollständig unterirdisch beziehungsweise verschüttet.
Feste im Jahreslauf
Das Fest der Getreideernte und des Dreschens, Festa Regionale della Mietitura e Trebbiatura del Grano, wird in Turri seit mehr als zwei Jahrzehnten jedes Jahr am ersten Sonntag im Juli erneuert. Am 20. Januar ist das Fest von San Sebastiano das Patronatsfest von Turri; es umfasst religiöse Zeremonien sowie eine Prozession durch die Straßen des Ortes. Ein weiterer Termin ist die Sagra del Melone, die am ersten Sonntag im September in Turri stattfindet. Im Rahmen dieses Festes findet auch die Mostra degli Spaventapasseri statt; sie trägt außerdem den Namen Is Mustaionis.
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