Nurri entdecken: Kraterrand, Seen und Kulturerbe
Nurri liegt auf etwa 600 Metern Höhe am Kraterrand eines erloschenen Vulkans. Die Hügel rund um den Ort sind von mediterraner Macchia sowie Steineichen, Flaumeichen und Korkeichen geprägt. Die Hänge fallen bis zu den Ufern der beiden künstlichen Seen Flumendosa und Mulargia ab. So treffen in Nurri eine markante Höhenlage, bewaldete Mittelmeerlandschaften und weit ausgreifende Gewässer aufeinander.
Seenlandschaft und Aktivitäten
Die Seen bei Nurri bieten Lebensraum für Reiher, Enten, Stockenten und Eisvögel. Ihre Gewässer ziehen Anhänger des Sportangelns an. Bootsausflüge auf dem Lago Medio del Flumendosa werden mit Nurri in Verbindung gebracht, während Kanufahren auf dem Lago Mulargia als mögliche Aktivität gilt. Diese unterschiedlichen Wassererlebnisse ergänzen die landschaftliche Seite des Ortes um ruhige Beobachtungs- und aktive Freizeitinteressen.
Archäologisches Erbe rund um Nurri
Im historischen Zentrum, innerhalb des bebauten Ortsgebiets von Nurri, liegt die archäologische Anlage Sardajara. Das Monument besteht aus zwei Türmen, die durch eine Kurtine verbunden sind. Im Servicezentrum des Parco Sardajara gibt es einen multisensorischen Rundgang, der Aspekte des Lebens in der Nuraghenzeit vermittelt. Für das Gebiet von Sardajara werden nach vorheriger Reservierung geführte Besichtigungen angeboten. Zum Gebiet von Nurri gehört außerdem die Domus de Janas di Frissas.
Weitere Zeugnisse der langen Ortsgeschichte sind der Nuraghe Su Pizzu de Is Cangialis, ein seltenes Beispiel für einen Nuraghen mit fünflappigem Grundriss, sowie der Nuraghe Corongiu 'e Maria in der Nähe des Lago Medio Flumendosa. Der Nuraghe Santu Perdu liegt in der Nähe der gleichnamigen kleinen Kirche. Die Überreste der antiken römischen Stadt Biora gehören ebenfalls zum historischen Erbe von Nurri. Wer sich für vor- und frühgeschichtliche Bauformen sowie römische Spuren interessiert, begegnet hier mehreren unterschiedlichen historischen Ebenen.
Kirchen und lokale Baukultur
San Michele Arcangelo ist eine Pfarrkirche aus dem 16. Jahrhundert im gotisch-katalanischen Stil mit griechischem Kreuzgrundriss. Ihr Glockenturm steht getrennt von der Kirche und besitzt ein Portal aus Terrakotta. Santa Rosa da Viterbo ist eine Kirche aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, die an das Kapuzinerkloster angeschlossen ist. Die ländliche Einsiedelei Sant'Antonio da Padova wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Zusammen mit den Nuraghen machen diese Sakral- und Wehrbauten die verschiedenen historischen Schichten von Nurri sichtbar.
Küche, Landwirtschaft und Handwerk
In Nurri werden Getreide, Weintrauben und Oliven angebaut. Zur agropastoralen Küche gehören Fregula, Malloreddus und Ravioli; die Käsesorten aus Nurri gelten als hochwertig. Zu den traditionellen Handwerken im Ort gehören Arbeiten aus Holz, Eisen und Stein. Damit verbindet Nurri regionale Erzeugnisse und handwerkliche Tätigkeiten mit einer Küche, in der sardische Teigwaren eine erkennbare Rolle spielen.
Nurri als Ausgangspunkt Ihrer Planung
Am nördlichen Rand von Nurri befindet sich eine Station der Bahnlinie Trenino Verde. Die mit Nurri in Verbindung gebrachte Strecke führt von Mandas bis zu den Rocce Rosse von Tortolì-Arbatax.
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