Cagliari zwischen Geschichte, Natur und Meer
Cagliari verbindet eindrucksvolle Zeugnisse sardischer Geschichte mit geschützten Naturräumen und der Küste des Golfo degli Angeli. Für Ihre Reiseplanung bedeutet das eine ungewöhnliche thematische Bandbreite: Sie können römische und punische Vergangenheit erkunden, Feuchtgebietsvögel beobachten, Wege auf Hügeln nutzen oder den Poetto mit seinen Angeboten am Wasser kennenlernen.
Feuchtgebiet, Garten und Küste
Der Park von Molentargius ist ein geschütztes Feuchtgebiet von mehr als 1.600 Hektar. Er liegt größtenteils in den Gemeinden Cagliari und Quartu Sant’Elena, mit kleineren Teilen in Selargius und Quartucciu. Als regional geschütztes Naturgebiet besitzt der Park zugleich den Status eines Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung, eines Besonderen Schutzgebiets und eines international bedeutenden Feuchtgebiets. Besonders charakteristisch ist seine Rolle als Brutgebiet für Rosaflamingos und als Lebensraum für zahlreiche weitere Feuchtgebietsvogelarten.
Eine andere grüne Facette zeigt der Botanische Garten von Cagliari. Er umfasst etwa 5 Hektar und liegt im unteren Teil des Valle di Palabanda. An der Küste liegt der Strand von Poetto am Golfo degli Angeli an der zentral-südlichen Küste Sardiniens. Oberhalb des Hafenbeckens von Marina Piccola wird der Strand vom Vorgebirge der Sella del Diavolo beherrscht. Die Uferzone von Poetto bietet eine große Auswahl an Dienstleistungen, darunter Badeanstalten, Tauchzentren und Segelschulen.
Architektur und Geschichte im Stadtbild
Das Bastione di Saint Remy ist ein bedeutendes Monument und ein Ausstellungsraum im historischen Zentrum von Cagliari. Es wurde auf den antiken Verteidigungsmauern der mittelalterlichen Befestigungsanlage von Cagliari errichtet. Noch weiter zurück führt das Römische Amphitheater von Cagliari. Es gilt als das bedeutendste unter den öffentlichen Bauten des römischen Sardiniens. Große Teile der Sitzreihen, der Arena, mehrerer Korridore und weiterer dazugehöriger Diensträume wurden in den anstehenden Fels gehauen. Die geschätzte Kapazität lag bei etwa 10.000 Zuschauern.
Die phönizisch-punische Nekropole von Tuvixeddu ist die größte im gesamten Mittelmeerraum. Sie bewahrt seltene Beispiele punischer Wandmalerei nordafrikanischer Prägung, darunter die Tomba del Sid und die Tomba dell'Ureo. Die Kathedrale Santa Maria wurde im 13. Jahrhundert im pisanischen romanischen Stil errichtet. Ergänzend steht die Basilica di San Saturnino für einen frühchristlichen Komplex aus dem 5. Jahrhundert, zu dem eine angrenzende christliche Nekropole gehört.
Hügel, Wege und Ausblicke
Die Sella del Diavolo ist ein beliebtes Ausflugsziel wenige Schritte vom Stadtzentrum von Cagliari entfernt und eignet sich auch für nächtliches Trekking. Zugleich bietet sie seltenen Vögeln wie Wanderfalken, Turmfalken und Sardischen Rebhühnern sowie Füchsen und Wildkaninchen Schutz.
Vom Gipfel des Hügels von San Michele reicht der Blick über Cagliari und sein Umland, den Hafen, den Teich von Santa Gilla, die Gipfel der Sette Fratelli, die Küste des Golfo degli Angeli und die Erhebungen am Rand der Campidano-Ebene. Der Park auf dem Hügel umfasst etwa 250.000 Quadratmeter Wiesen, Pinienwald sowie Wege zum Joggen und für körperliche Aktivitäten. Das Castello di San Michele bietet nach Abschluss der Arbeiten Raum für Ausstellungen, Konferenzen und andere kulturelle Veranstaltungen.
Orientierung für Ihre Planung
Auch bei einzelnen Sehenswürdigkeiten lohnt ein genauer Blick auf den jeweiligen Status. Die Nekropole von Tuvixeddu verfügt über einen oberen Weg, der vom kleinen grünen Theater bis zu einem Aussichtspunkt auf der Hügelkuppe ansteigt. Beim Römischen Amphitheater war ab dem 3. August 2017 eine teilweise Besichtigung möglich: Ein Weg erlaubte die unmittelbare Sicht auf das Monument, während die Arena und die unterirdischen Räume nicht besichtigt werden konnten. Der Glockenturm der Kathedrale Santa Maria war vorübergehend geschlossen.
Wenn Sie ein Hotel in Cagliari auswählen, können Sie Ihre Schwerpunkte an diesen unterschiedlichen Themen ausrichten: Kultur und Archäologie führen zu Bastione di Saint Remy, Amphitheater, Tuvixeddu, Kathedrale und Basilica di San Saturnino; Natur- und Küsteninteressen beziehen sich auf Molentargius, Poetto, Sella del Diavolo und San Michele.
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