Soleminis: Sardische Kultur zwischen Hügeln und Festtradition
Soleminis liegt in einer hügeligen Zone des Campidano di Cagliari an der Grenze zu den letzten Bergausläufern von Serpeddì.
Kirchenkunst und Alltagskultur
Am Rand der heutigen Gemeindegrenze in Sedd'e Cresia steht die Pfarrkirche San Giacomo. Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde möglicherweise über einem mittelalterlichen Vorgängerbau errichtet. In San Giacomo befindet sich ein Gemälde der Dreifaltigkeit und der Heiligen Familie aus dem späten 16. Jahrhundert, das aus einer Werkstatt in Stampace stammt. In Soleminis befindet sich außerdem die Statue San Giacomo il Maggiore, eine bemalte Holzarbeit aus dem Zeitraum 1700 bis 1749, die der Werkstatt von Giuseppe Antonio Lonis zugeschrieben wird.
Casa Corda Spada ist ein Kulturzentrum mit einer ethnografischen Sammlung sowie Möbeln, Gebrauchsgegenständen und Artefakten des insularen Alltagslebens. Einen weiteren kulturellen Schwerpunkt bildet das Zentrum Mont'Arrubiu. Das Zentrum Mont'Arrubiu ist ein Informations- und Dokumentationszentrum mit einem Multimediaraum für Bildungsaktivitäten.
Lokale Erzeugnisse und religiöse Feste
Brot zählt zu den typischen lokalen Erzeugnissen von Soleminis. Eine Verbindung von religiösem Brauch und regionalen Lebensmitteln zeigt die Feier zu Sant'Antonio Abate am 17. Januar: Nach einer nächtlichen Fackelprozession wird ein großes Feuer entzündet, außerdem werden gesegnete Orangen, Mandarinen, Brot und Wein ausgegeben. Für die Planung liegen der 17. Januar, die letzte Maiwoche sowie der 25. und 26. Juli weit auseinander; wer eine Feier in Soleminis einbeziehen möchte, richtet seinen Aufenthalt daher nach dem jeweiligen Termin.
Beim Sant’Isidoro-Fest in der letzten Maiwoche wird die Statue des Heiligen zu einer Landkirche getragen. Die Prozession wird von Gläubigen, Reitern, Gruppen in Tracht und festlich geschmückten Ochsenkarren, den traccas, begleitet. Das Fest zu Ehren von San Giacomo und Sant’Anna am 25. Juli umfasst religiöse und zivile Feierlichkeiten, Handwerks- und Gemäldeausstellungen, Filmvorführungen sowie Feuerwerk.
Der Staatsforst Campidano und die Orientierung vor Ort
Soleminis gehört zu den vier Gemeinden, über deren Gebiet sich der Staatsforst Campidano erstreckt. Zu seinem Tierbestand gehören unter anderem der Sardinische Feldhase, Rebhühner, Wachteln und Füchse; Sardische Wildschweine kommen nur in den dichteren Bereichen vor. Damit steht neben den Kirchen und Festen auch ein klar umrissener Naturraum im Zusammenhang mit Soleminis.
Der Staatsforst Campidano ist von Soleminis aus über eine teilweise asphaltierte Straße von etwa 5 Kilometern Länge erreichbar. Bei der Fahrt von Soleminis zum Staatsforst sind die ungefähre Distanz und der teilweise asphaltierte Belag für Reisende gleichermaßen praktische Planungsangaben. Monserrato und San Gottardo gehören zu den Zugverbindungen von und nach Soleminis. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie dadurch unterschiedliche Schwerpunkte berücksichtigen: sakrale Kunst und Alltagskultur, jahreszeitlich festgelegte Feiern oder die Landschaft und Tierwelt des Campidano.
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