Zum Inhalt

Santhià zwischen Pilgerwegen, Reisfeldern und piemontesischer Kultur

Unterkünfte in Santhià

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Santhià verbindet einen bedeutenden Abschnitt der Via Francigena mit stillen Wegen, Reisfeldern und einer ungewöhnlich vielseitigen Kulturgeschichte. Der Ort eignet sich damit für Reisende, die italienische Landschaft nicht nur betrachten, sondern ihre historischen, religiösen und alltäglichen Zusammenhänge verstehen möchten. Zwischen Museen, Kirchen, alten Bauwerken und regionaler Esskultur entstehen unterschiedliche Möglichkeiten, den Aufenthalt zu gestalten.

File:Santhià La Mandria Chiesa di Sant'Anna.jpg File:Santhià La Mandria Chiesa di Sant'Anna.jpg Foto: Francoerbi via Wikimedia Commons, CC0

Pilgerwege und Landschaft bewusst erleben

Santhià ist die 44. Etappe der von Bischof Sigerich im Jahr 990 zurückgelegten Route von Rom nach Canterbury, die später zum Hauptzweig der Via Francigena wurde. Der Abschnitt von Santhià nach Vercelli verläuft größtenteils auf weißen oder unbefestigten Wegen. Etwa drei Kilometer vom Zentrum Santhiàs entfernt beginnen die Reisfelder. Für Sie ergibt sich daraus ein Landschaftsbild, in dem der historische Weg und die landwirtschaftlich geprägte Umgebung eng nebeneinanderstehen.

Auch der Cammino di Oropa beginnt in der landwirtschaftlich geprägten Ebene bei Santhià und führt bis zu den Bielleser Alpen. Der 2012 konzipierte Weg ist in vier Tagesetappen von jeweils 16 bis 18 Kilometern mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad gegliedert. Zusammen mit dem Via-Francigena-Abschnitt spricht diese Verbindung besonders Reisende an, die ihren Aufenthalt an markanten Wegverläufen, wechselnden Landschaften und einer schrittweisen körperlichen Herausforderung ausrichten möchten. Die unterschiedlichen Etappenlängen helfen Ihnen, geplante Touren nach Umfang und Anspruch zu vergleichen.

Bauwerke, Museen und lokale Geschichte

Zu den charakteristischen Bauwerken von Santhià zählt die Kirche der SS.ma Trinità aus dem 15. Jahrhundert. Sie gilt als eines der charakteristischsten und meistgeschätzten Bauwerke des Ortes. Einen anderen Zugang zur Vergangenheit bietet das Museum „I fer ‘d na vira“. Es umfasst etwa 800 historische Arbeitsgeräte aus zahlreichen Berufsgruppen und besitzt außerdem eine funktionstüchtige mechanische Uhr aus dem 18. Jahrhundert.

Das Museo Musicale Musicologico „Eugenio Sacchetti Senior“ umfasst mehr als 1.300 katalogisierte Objekte. Dazu gehören Musikinstrumente, Bücher, CDs und LPs. Wer sich für Klang, Handwerk und die Spuren des Arbeitslebens interessiert, findet hier verschiedene kulturelle Themen innerhalb desselben Ortes, ohne Santhiàs Geschichte auf ein einziges Denkmal zu reduzieren.

Anzeige

In der von Reisfeldern geprägten Landschaft von Vettignè liegt eine Anlage aus Schloss und Dorf, hinter der sich die Alpenkette abzeichnet. Die ältesten Teile des Schlosses stammen aus dem 15. Jahrhundert. Zur Baugeschichte gehört auch die Casa Turrita, die als „Torre di Teodolinda“ bekannt ist. Sie befindet sich in einem privaten Innenhof und entstand durch den Umbau eines Wachtturms aus langobardischer Zeit. Die Merkmale des heutigen Bauwerks deuten jedoch darauf hin, dass es nach dem 15. Jahrhundert errichtet wurde. Die experimentelle hydrometrische Station in Santhià wurde errichtet, um die Durchflussmengen verschiedener Kanäle zu messen, und ergänzt diese lokale Perspektive um einen technischen Aspekt.

Karneval und regionale Alltagskultur

Der historische Karneval von Santhià ist seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts urkundlich belegt. Er umfasst drei große Umzüge mit allegorischen Wagen, maskierten Gruppen und Musikkapellen. Eine weitere ausgeprägte Seite der lokalen Kultur zeigt die Colossale Fagiuolata: Dabei werden etwa 150 große Kupferkessel verwendet und mehr als 20.000 Portionen an die Bevölkerung verteilt. Diese beiden Traditionen machen sichtbar, wie stark öffentliche Feier, Musik und gemeinsames Essen in Santhià als kulturelle Ausdrucksformen nebeneinanderstehen.

Anreise und weitere Reiseideen

Santhià ist mit dem Zug über die Strecke Turin–Mailand, mit dem Bus von Flixbus oder mit dem Auto erreichbar. Für Ihre Planung lassen sich daher historische Besichtigungen, ein Abschnitt der Via Francigena oder der Cammino di Oropa mit einer Anreise verbinden, deren Verkehrsmittel Sie nach Ihrer persönlichen Reiseroute auswählen. Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Fobello, Albano Vercellese, Trino, Ferrera, Rima, Riva Valdobbia, Bianzè und Borgosesia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vercelli.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.