Rima: Walser-Hausmodell, Almen und Wege in der Alta Valsesia
Unterkünfte in Rima
Rima verbindet alpine Natur, Walser-Baukultur und Wege, die unterschiedliche Formen des Unterwegsseins eröffnen. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, an dem sich Naturbeobachtung, historische Spuren und eine Wanderung durch Almen miteinander verbinden lassen. Charakter entsteht hier aus Siedlung, Landschaft und den Wegen, die von Rima ausgehen oder dorthin zurückführen.
File:Santuario della Madonna delle Grazie - Rima (Alto Sermenza).jpg
Foto: Capricornis crispus via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur und Geschichte in Rima
Am Fuß von Rima liegt das Santuario della Madonna delle Grazie. Seine Fassade wird A. Orgiazzi il Vecchio zugeschrieben. Rima wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts von einer Alm zu einer dauerhaften Siedlung. Sakrale Architektur und Siedlungsgeschichte stehen damit unmittelbar für zwei wichtige Zugänge zum Ort.
Zum baulichen Charakter gehört das Walser-Hausmodell in Rima. Die Erdgeschosse sind aus Stein errichtet, während die Obergeschosse aus horizontal ineinandergreifenden Baumstämmen bestehen. Dazu kommen Dachböden, breite Laubengänge und mit Beola-Platten gedeckte Dächer.
Auf der Alpe Lanciole di Sopra stehen einzelne Hütten sowie weitere Hütten, die zum Schutz und zur Deckung vor Lawinen von bergauf nach bergab in Reihen angeordnet sind. Ein Weg bei Rima führt zum Vallè di Sopra mit megalithischen Überresten, die als „Antiche Dimore“ bezeichnet werden. In der Werkstatt der Associazione del Marmo Artificiale in Rima vermittelt Meister Dellavedova das traditionelle „Geheimnis“ des Kunstmarmors.
Alpine Natur und Wege
Ein großer Teil des Umlands von Rima ist durch den Parco Naturale Alta Valsesia geschützt und eignet sich zur Beobachtung typischer alpiner Flora und Fauna. Die Landschaft lässt sich dabei sowohl über Wege durch die Almen als auch über eine Etappe mit Wald- und Weideabschnitten erschließen.
Der Anello degli Alpeggi ist ein leichter Weg. Auf dieser Strecke liegt in der Rima-Mulde außerdem eine der ältesten Siedlungsgruppen einer Alm. In einen Stein ist die Jahreszahl 1650 eingraviert. Naturraum, Wegverlauf und ein konkretes historisches Zeichen treffen hier aufeinander.
Am Kirchenplatz erleichtern ein Schild mit den Gehzeiten und die Markierungen des Weges 93 den Einstieg. Die Einstufung als leichter Weg liefert für die Tagesplanung einen konkreten Anhaltspunkt für die Wanderung. Die Gehzeiten am Kirchenplatz können bei der Festlegung des Startzeitpunkts berücksichtigt werden. Die Markierungen des Weges 93 geben dabei zusätzliche Orientierung am Einstieg vor Ort für Wandernde. Die GTA-Route führt durch Wald- und Weidelandschaften am Rand des oder innerhalb des Parco Naturale Alta Valsesia.
Rima als Aufenthaltsort
Rima ist bequem mit dem Auto erreichbar. Die Etappe GTA Rima–Carcoforo beginnt auf dem Kirchenplatz; der Anello degli Alpeggi führt durch die Almen der Rima-Mulde zurück nach Rima.
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