Bellagio am Comer See: See, Gärten und Geschichte
File:La Punta, Bellagio, Lago de Como, Italia, 2016-06-25, DD 11.jpg
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bellagio liegt an der Basis des Vorgebirges, das den Comer See in die beiden Seearme von Como und Lecco teilt. Bellagio lässt sich über See, Landschaft und Kultur kennenlernen: Naturpark und Gärten, romanische Architektur, Villen und ein Museum für historische Navigation bilden dafür unterschiedliche Zugänge.
See, Vorgebirge und Gärten
Der Parco di Villa Serbelloni ist ein Naturpark, der fast das gesamte Vorgebirge von Bellagio bedeckt und sich über etwa 21 Hektar erstreckt. Die Gärten von Villa Melzi d’Eril umfassen Terrassen, traditionelle und exotische Bäume, Skulpturen sowie einen japanischen Teich mit Wasserpflanzen, darunter Seerosen, umgeben von japanischen Ahornbäumen und Zedern. So reicht das Landschaftsbild von einem weit ausgreifenden Naturpark bis zu abwechslungsreich gegliederten Gartenräumen.
In der Umgebung von Bellagio liegen die Gipfel Cima del Costone, Cima del Nipoti, Monte Oriolo und Costone del Bregagno. Diese Landschaftsbezüge ergänzen die Orientierung am See. Bei der Wahl des Aufenthaltsortes lässt sich daher neben Bellagio selbst auch das Umfeld des Vorgebirges berücksichtigen.
Architektur und Kunst in Bellagio
Die Basilica di San Giacomo wurde zwischen 1075 und 1125 erbaut und ist ein herausragendes Beispiel lombardischer romanischer Architektur. In ihr befinden sich ein Gemälde einer Kreuzabnahme aus der Schule Peruginos sowie eine Madonna delle Grazie, die der Foppa-Schule traditionell zugeschrieben wird. Villa Melzi d’Eril wurde in Bellagio zwischen 1808 und 1810 in neoklassizistischen Formen erbaut. Damit lassen sich Sakralbau und Villenarchitektur über klar verschiedene historische Eckdaten betrachten.
Navigation in San Giovanni di Bellagio
Das Museo degli strumenti per la navigazione befindet sich in einem alten Turmhaus in der charakteristischen Fraktion San Giovanni und zeigt historische Navigationsinstrumente. Es umfasst mehr als 200 Objekte, darunter venezianische Fernrohre aus dem 18. Jahrhundert, antike Kompasse, teils aus dem Orient, Sonnenuhren verschiedener Epochen, eine umfangreiche Reihe von Marinechronometern, eine Armillarsphäre, ein Planetarium aus Messing und zahlreiche Schiffslogbücher. Die Themen reichen damit von Fernoptik und Kompassen über Sonnenuhren und Marinechronometer bis zu astronomischen Instrumenten und schriftlichen Zeugnissen der Schifffahrt.
Orientierung
Zum Museum führen eine Schiffsverbindung zur Haltestelle San Giovanni, ein etwa 30-minütiger Fußweg vom Zentrum Bellagios, der Bus und der Touristenzug. Die unterschiedlichen Zugänge lassen sich je nach gewünschter Fortbewegung in die Planung einbeziehen.
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Im weiteren regionalen Umfeld von Bellagio liegt das Museum Museo Moto Guzzi. Ebenfalls im weiteren regionalen Umfeld von Bellagio liegen der Palast Palazzo Secchi, der Palast Palazzo Belgioioso und das Museum Musei Civici Museo di Scienze Naturali. Diese Ziele setzen außerhalb der Ortskultur weitere kulturelle und naturkundliche Schwerpunkte.
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