Olgiate Comasco entdecken: Geschichte und Wege im Grünen

File:Casello numero 9 sulla ex ferrovia Como-Varese ad Olgiate Comasco.jpg File:Casello numero 9 sulla ex ferrovia Como-Varese ad Olgiate Comasco.jpg Foto: Pluri via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Olgiate Comasco zwischen Geschichte und Architektur

Olgiate Comasco verbindet Spuren der römischen Zeit mit Kirchen, Villa Camilla und dem historischen Gebäudekomplex „Medioevo“. Zu den archäologischen Funden aus der Römerzeit gehört arretinische Keramik des 1. Jahrhunderts aus der Werkstatt von Marco Perennio. Die romanische Kirche San Cassiano wurde 1093 den Cluniazensern geschenkt. Die Kirche San Gerardo entstand im 13. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert erneuert.

Besonders vielschichtig ist der Komplex „Medioevo“. Am Eingang von der Via Lucini befindet sich links ein Turm, der an das Visconti-Schloss von Pandino in der Provinz Mailand erinnert. Zum historischen Gebäudekomplex gehörten Stallungen, eine Remise, Scheunen, ein Raum für die Seidenraupenzucht, ein Bauernhof, eine Kelter, ein Weinkeller und die Wohnung des Gutsverwalters. Für die zu Beginn des 20. Jahrhunderts geplante Umgestaltung orientierte man sich an Vorbildern der lombardischen Architektur des 15. Jahrhunderts. Palazzo Volta ist Sitz der Gemeindeverwaltung von Olgiate Comasco. Die verschiedenen Bestandteile reichen von der Seidenraupenzucht bis zur Gemeindeverwaltung von Olgiate Comasco.

Kirchen und Villa Camilla

Auch die Pfarrkirche Santi Ippolito e Cassiano bietet ein prägnantes architektonisches Detail: Der Campanile besitzt einen quadratischen Sockel und einen darüberliegenden oktogonalen Abschluss. Der Kirchturm ist als „Campanile del Fico“ bekannt, weil über längere Zeit ein wilder Feigenbaum in seinem Mauerwerk wuchs. Villa Camilla ist ein neoklassizistisches Gebäude und beherbergt die Gemeindebibliothek.

Zum Ensemble von Villa Camilla gehört auch der Parco di Villa Camilla. Der Park und die Villa sind für Menschen mit motorischen Einschränkungen zugänglich. Für Kulturinteressierte in Olgiate Comasco gehören Gemeindebibliothek und zugänglicher Park bei Villa Camilla zu demselben Ensemble aus neoklassizistischem Gebäude und Grünraum.

Grüne Korridore und Wege durch die Landschaft

Die stillgelegte Bahntrasse von Olgiate Comasco bildet einen grünen Korridor und eine alternative Radverbindung entlang der Straße Varese–Como. Die stillgelegte Bahntrasse und der Sentiero dei Pecit stehen für zwei unterschiedliche Wege durch die Landschaft: eine Radverbindung und einen Weg entlang wechselnder Landschaften. Der Torrente Antiga entspringt zwischen den Gemeinden Olgiate Comasco und Solbiate con Cagno.

Der Sentiero dei Pecit führt am Punkt „Quattro confini“ vorbei. Dort treffen die Gemeindegrenzen von Oltrona, Olgiate Comasco, Lurate Caccivio und Beregazzo zusammen. Entlang des Weges wechseln sich Wälder, Wiesen und kleine Feuchtgebiete ab. In diesen Feuchtgebieten kommen Frösche, Molche, Salamander und Kröten vor. Eine weitere Verbindung ist die Strada Cavallina–Luganese: Sie führt in Falappio in der Ortschaft Bontocco über die Via Cavallina und von dort zur Cascina Contaluppo.

Ein religiöser Termin im Jahreslauf

Die Pfarrgemeinde von Olgiate Comasco unternimmt jedes Jahr am 25. April eine Wallfahrt nach Monza.

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