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Poli zwischen Fresken, Waldwegen und Festen

Unterkünfte in Poli

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Historisches Zentrum und Paläste

Poli zeigt seinen Charakter besonders deutlich im historischen Zentrum. Es liegt als „fuso d’acropoli“ auf einem Tuffrücken. Eine längs durch den Ort verlaufende Hauptstraße und mehr als dreißig enge Gassen in Fischgrätenstruktur prägen dieses ungewöhnliche Ortsbild. Wer sich für italienische Architektur, gewachsene Siedlungsformen und historische Details interessiert, findet hier einen Ort, dessen Struktur selbst zum Teil der Reiseerfahrung wird.

File:Poli Museo della Grappa 02.jpg File:Poli Museo della Grappa 02.jpg Foto: Superchilum via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zu den markanten Bauwerken gehört der Palazzo Conti. Die mittelalterliche Festung wurde im 16. Jahrhundert in einen Baronialpalast umgewandelt. Seine Innenräume sind vollständig mit Fresken dekoriert; dazu zählen die Eingangshalle, der Innenhof, die Loggia sowie die Appartements von Torquato I. und Lotario II. Palazzo Conti in Poli gehört außerdem zum regionalen Netzwerk der Gebäude, die im Lazio als historische Wohnsitze anerkannt sind.

Auch Palazzo Pelliccioni lenkt den Blick auf die repräsentative Seite von Poli. Das historische Gebäude im Zentrum besitzt einen etwa 60 Quadratmeter großen, vollständig dekorierten Saal. Hinzu kommen zwei Räume mit bemalten Holzdecken. Die unterschiedlichen Raumgestaltungen machen den Palast zu einem eigenen Schwerpunkt für Besucher, die Innenarchitektur und historische Wohnkultur miteinander vergleichen möchten.

Kirchen, Kapellen und erhaltene Kunst

Die Chiesa Arcipretale di San Pietro Apostolo wurde von 1603 bis 1609 erbaut und am 2. Oktober 1734 geweiht. Ihr Glockenturm ist 39 Meter hoch, im Barockstil gehalten und zwischen 1603 und 1607 errichtet worden. Eine der fünf Glocken trägt zwölf Figuren, die Päpste aus der Familie Conti darstellen. Damit verbinden sich Baugeschichte und Familiengeschichte in einem konkreten Detail.

Die Cappella della Pietà wurde vollständig auf Kosten von Violante Farnese errichtet, der Ehefrau von Torquato I. Conti, Herzog von Poli. Ihren Namen trägt die Kapelle nach einer Marmorgruppe der Pietà von Adriano Schirati. Die Kirche Sant’Antonio Abate stammt nach ihren architektonischen Merkmalen aus dem 14. Jahrhundert und besitzt ein einschiffiges Langhaus.

Das Museo Civico del Territorio befindet sich in der ehemaligen Chiesa di San Giovanni. Die Kirche wurde teilweise in den gewachsenen Fels gebaut, stammt wahrscheinlich aus dem späten 14. Jahrhundert und ist mit Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert geschmückt. Weitere kunsthistorische Spuren finden sich in Santa Maria del Peschio, einer kleinen ländlichen Kirche außerhalb des Ortszentrums am Fosso dei Maiori. Dort fanden periodische Riten zur Segnung der Felder statt. Erhalten ist ein Fresko mit der thronenden Madonna und dem Kind sowie einem Heiligen; die Fresken gehören zur bildnerischen Tradition des frühen 15. Jahrhunderts.

Die Cappella Rosa wurde 1857 als Grabkapelle errichtet. Ihre Ausstattung umfasst illusionistisch gemalte Architekturelemente sowie Bildfelder mit Landschaften und verschiedenen Baumarten. Einen anderen Zugang zur historischen Infrastruktur bietet Vascaccia: Die größtenteils unterirdische, rechteckige Zisterne besitzt Mauern, die bis zu 1,80 Meter hoch erhalten sind.

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Wald, Wege und Panoramablicke

Der Bosco della Riserva besteht überwiegend aus Hochstamm-Eichenwald. Das Wegenetz von Poli umfasst Wander- und Radwege durch die Natur, vorbei an Quellen und Panoramablicken sowie durch Landschaften mit vielfältiger Flora und Fauna. Diese Kombination spricht Reisende an, die Kultur und Bewegung nicht getrennt voneinander planen möchten, sondern historische Orte mit Naturerlebnissen verbinden wollen.

Ein Weg von Colle Corvia im Gebiet von Poli führt durch bewaldete Landschaft und bietet Panoramablicke auf die Monti Prenestini. Unterwegs trifft er auf die Grotta del Mortale, eine antike Zisterne aus der Römerzeit. Ein weiterer Wanderweg nach Guadagnolo beginnt an der Piazza Mons. G. Cascioli in Poli. Er verläuft über bewaldetes Gelände auf dem historischen Tratturo Poli–Guadagnolo und führt nach Guadagnolo oder zum Santuario della Mentorella. Für die persönliche Planung sind damit sowohl Naturwege als auch historische Wegbezüge Teil des örtlichen Angebots an Ausflugszielen.

Feste und bäuerliche Küche

Auch der Veranstaltungskalender ist mit der Geschichte und dem lokalen Alltagsbild verbunden. Die Festa di Sant’Eustachio findet am Sonntag nach dem 20. September statt und gehört zu den historischen Reenactments der Region Lazio. Die Festa dell’Ospitalità umfasst Verkostungen traditioneller Gerichte der bäuerlichen Küche. Zusammen mit den Palästen, Kirchen, Fresken und Waldwegen entsteht so ein vielseitiges Bild von Poli: Der Ort eignet sich für eine Reiseplanung, bei der Sie Architektur, Landschaft, Wege und kulinarische Traditionen in unterschiedlichem Tempo erkunden.

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Weitere Reiseziele

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