Castel Di Guido: Naturraum und römische Geschichte
Unterkünfte in Castel Di Guido
Castel Di Guido verbindet eine weitläufige Landschaft mit archäologischen Spuren und ländlicher Kultur. Die Besonderheit des Ortes liegt im Nebeneinander von Naturraum, Landwirtschaft und römischer Geschichte. Wenn Sie für Ihre Italienreise einen Ort mit unterschiedlichen Themen suchen, können Sie hier Landschaft, Umweltbildung, historische Bauwerke und regionale Produktion in einer gemeinsamen Erzählung entdecken.
Oase und Landschaft von Castel di Guido
Die Oase Castel di Guido wurde 1999 durch eine Vereinbarung zwischen der Stadt Rom, der Azienda Agricola Castel di Guido und der LIPU gegründet. Sie liegt in einer weiten Landschaft mit sanften Hügeln, in der sich Weiden, Wiesen, Wälder und Hecken mit landwirtschaftlich genutzten Flächen abwechseln. Castel di Guido umfasst eine 2.000 Hektar große Landschaft mit Hügeln, Wäldern, Hecken, Gräben und Wiesen. Ein 1.056 Hektar großer Teil des Gebiets ist als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung im Natura-2000-Netz ausgewiesen.
Natur erleben und Orientierung vor Ort
Für die Beschäftigung mit den Lebensräumen der Oase gibt es ein Besucherzentrum. Außerdem verfügt die Oase Castel di Guido über zwei ringförmige Naturlehrpfade, die durch ihre wichtigsten Lebensräume führen. Ein Teil des Gebiets wird für Umweltbildung genutzt. Damit bietet Castel di Guido neben der reinen Landschaftswahrnehmung auch einen dokumentierten Schwerpunkt auf der Vermittlung ökologischer Zusammenhänge.
Römische Spuren und historische Bauwerke
Das Mausoleo di Castel di Guido bewahrt in seiner unteren Ebene ein kreisförmiges Grab, das zwischen dem späten 3. und dem frühen 4. Jahrhundert n. Chr. datiert wird. Fünf große radiale Nischen sind um einen runden Pfeiler angeordnet. Über dem kaiserzeitlichen Mausoleum steht die Chiesa dello Spirito Santo, eine Kirche des 17. Jahrhunderts. Auf dem Gelände der Azienda Agricola Castel di Guido liegt außerdem die Villa delle Colonnacce. Sie erstreckt sich über drei Ebenen, enthält Mosaike und Wandfresken; in ihrem südlichen Bereich befand sich ein Thermenkomplex.
Villa, Museum und landwirtschaftliche Tradition
Auf dem landwirtschaftlichen Gut wurde eine bedeutende römische Villa aus der Kaiserzeit freigelegt. Die neu entdeckte Villa umfasst gut erhaltene Räume, Mosaike, bemalten Putz und ein Atrium mit zentralem Impluvium. Wahrscheinlich steht sie mit der antiken Via Aurelia in Verbindung und liegt im Kontext des Gebiets von Lorium. Das Museo delle Tradizioni Contadine sammelt Bilder und Gegenstände aus der vergangenen bäuerlichen Lebenswelt. Gezeigt werden auch landwirtschaftliche Werkzeuge und Geräte aus der historischen Azienda Agricola Castel di Guido sowie fossile Überreste eines auf dem Gut gefundenen ursprünglichen Elefanten.
Produkte und Anreise
Zur landwirtschaftlichen Prägung gehören Wein, Olivenöl, Getreide, Gemüse, Milch und Käse, die in Castel di Guido produziert werden. Zur Oase gelangen Sie über die SS Nr. 1 Aurelia, die Ausfahrt Aurelia des Grande Raccordo Anulare di Roma in Richtung Civitavecchia und anschließend über die Abzweigung mit den Hinweisen nach Castel di Guido.
Weitere Ortsseiten zur eigenen Auswahl: Castel Giuliano, Saracinesco, Passo Oscuro, Tivoli Terme, Santa Lucia, Isola Farnese, Sacrofano, Fregene.
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