Castrocielo: Aquinum, Monte Asprano und lokale Traditionen
Unterkünfte in Castrocielo
Landschaft zwischen See und Berg
Castrocielo bietet Ihnen eine Reise durch Landschaft, Geschichte und lokale Traditionen. Der Lago di Capo d’Acqua ist ein kleiner, von natürlichen Quellen gespeister See am Fuß des Monte Cairo in Castrocielo. Zu ihm gehören drei Hektar geschützte Feuchtgebiete. Einen anderen Landschaftseindruck vermittelt das Castello di Castrum Coeli auf dem Monte Asprano: Es liegt auf etwa 750 Metern Höhe und überblickt das Liri-Tal. Vom Bauwerk sind der Bergfried, Teile der Festung und mehrere Türme erhalten.
File:Castrocielo (FR) Lazio Italy (54039746426).jpg
Foto: Tommaso Tanzilli (Tilly) via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Kirchen und Zeugnisse der Geschichte
Mehrere Kirchen geben dem Ort ein vielschichtiges kulturelles Profil. Die Chiesa della Madonna di Loreto besitzt drei Stuckaltäre; der Hauptaltar ist der Madonna di Loreto geweiht. Die Chiesa di Santa Maria Assunta in Cielo wurde im Jahr 1300 auf dem Monte Asprano errichtet. In der Chiesa di Santa Lucia befinden sich zwei Gemälde von Alfonso Simonetti, die die heilige Lucia vor und nach ihrem Martyrium darstellen. Ihre Weihe wird auf das Jahr 1746 zurückgeführt.
Die Chiesa della Madonna dei Sette Dolori besitzt einen ursprünglich einschiffigen romanischen Grundriss, der im 18. Jahrhundert durch drei barocke Altäre verändert wurde. Die Chiesa di San Rocco dient als Pinakothek und bewahrt Fresken aus der Chiesa di Capodacqua sowie der Chiesa di Santa Maria del Monacato. Für Besuche der Chiesa di San Rocco sind die Zeitfenster 8:00–12:00 und 16:00–19:00 ausgewiesen. Für die Chiesa della Madonna dei Sette Dolori sind dieselben Zeitfenster ausgewiesen.
Auch Aquinum führt weit in die Vergangenheit zurück. Aquinum war eine antike römische Kolonie aus der Zeit von Octavian, Marcus Antonius und Lepidus. Das archäologische Grabungsareal umfasst knapp 8 Hektar. Die Via Latina verlief unter dem Tor von Aquinum. Die Porta Capuana gehört zu den am besten erhaltenen Monumenten von Aquinum, während das westliche Tor nur noch in den unteren Steinreihen und einigen Blöcken an der Basis erhalten ist; zahlreiche eingestürzte Reste liegen um das Ruinenstück. Das Museo Archeologico zeigt die Nekropole von Campo Cavaliere sowie reich ausgestattete Frauengräber, die unmittelbar außerhalb der Stadtmauern von Aquinum entlang der Via Latina gefunden wurden.
Wandern, Feste und regionale Küche
Der Rundweg Anello del Monte Asprano kann in einem oder mehreren Tagen begangen werden. Er ist als langsamer und zugänglicher Wanderweg für Pilger, Wandernde, Familien und Schulgruppen konzipiert. Kultur zeigt sich außerdem in Veranstaltungen: Beim Palio delle Contrade treten die sieben Stadtteile Capo d’Acqua, Campo Cavaliere, Centro, Rio, San Liberatore, Stazione und Strada Romana in Spielen an, die von der lokalen Volkskultur und -tradition inspiriert sind. Die Passione Vivente di Castrocielo führt als Rundgang durch das gesamte historische Zentrum und umfasst vier große szenische Stationen: das Letzte Abendmahl, den Ölberg, den Prozess und die Kreuzigung.
Beim Bacio delle Madonne ziehen zwei Prozessionen aus Castrocielo und Colle San Magno zu einer Bergkapelle. Dort treffen sich die beiden Madonnenstatuen und küssen sich symbolisch. Das Monacato di Villa Eucheria eignet sich für standesamtliche Trauungen, Tagungen, Konzerte und Ausstellungen; zugänglich ist es nach vorheriger Anfrage bei der Gemeinde Castrocielo. Zur regionalen Küche gehört der in der Bassa Ciociaria angebaute Peperone Cornetto di Pontecorvo DOP, der süß-sauer auf gerösteten Brotscheiben serviert wird.
Weitere Ziele in der Umgebung
Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie Castrocielo mit Sant'Apollinare, Patrica, Villa Santa Lucia, Vallecorsa, Cervaro, Veroli, Giuliano Di Roma und Frosinone verbinden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Frosinone.