Zaccanopoli zwischen Monte Poro, Geschichte und Käsetradition

Zaccanopoli: Landschaft und Geschichte am Monte Poro

Zaccanopoli verbindet eine weit zurückreichende Siedlungsgeschichte mit einer Landschaft, in der sich der Blick weit über die Umgebung öffnet. Die ersten Siedlungen in Zaccanopoli werden in die Zeit der Griechen zurückdatiert. Zugleich deutet die Gemeinde den Namen etymologisch als „Stadt der Schafe“ und bringt ihn mit der einst vorherrschenden pastoralen Tätigkeit in Verbindung. Seit der Antike war die Siedlung agrarisch-pastoralen Tätigkeiten gewidmet. Wer sich für die Entwicklung ländlich geprägter Orte und ihre Verbindung zur Landschaft interessiert, findet hier deshalb mehrere historische Anknüpfungspunkte.

Panoramablick auf Parghelia, Tropea und das Meer

Außerhalb des Ortszentrums von Zaccanopoli führt das Gelände zu einer steil abfallenden Stelle mit Panoramablick. Von diesem Aussichtspunkt sind Parghelia und Tropea zu sehen. Bei besonders klarem Himmel reicht die Sicht außerdem zu den Äolischen Inseln und zum Golf von Sant'Eufemia. Im landschaftlichen Umfeld des Monte Poro ist oft auch der Ätna zu sehen. Die Aussicht gehört damit zu den konkreten Gründen, Zaccanopoli nicht nur als historischen Ort, sondern auch als Ziel für bewusst eingeplante Landschaftseindrücke zu betrachten.

Pastorale Vergangenheit und Käsekultur

Die frühere Lebenswelt Zaccanopolis zeigt sich auch in der Geschichte der örtlichen Ernährung und Arbeit. Die Bevölkerung war historisch auf die Käseproduktion spezialisiert; diese war im gesamten Königreich Neapel bekannt und geschätzt. Der Name des Ortes und seine pastorale Deutung stehen damit in einem nachvollziehbaren thematischen Zusammenhang mit der agrarisch-pastoralen Prägung der Siedlung. Ein konkreter Bezug zur Käsekultur ist das Museo della civiltà contadina e del Pecorino del Poro, das sich in Zaccanopoli in der Via Rione Nuovo befindet.

Überlieferungen und volkstümliche Veranstaltungen

Zur Ortsgeschichte gehören außerdem Erzählungen über verschiedene kulturelle Einflüsse. Einer lokalen Überlieferung zufolge ließen sich Flüchtlinge aus der griechischen Ortschaft Aramoni an den Hängen des Monte Poro nieder. Einige volkstümliche Veranstaltungen in Zaccanopoli greifen bis heute die römischen, sarazenischen und türkischen Invasionen auf. Diese Veranstaltungen verbinden lokale Erinnerung mit Themen, die in der Geschichte des Ortes und seiner Umgebung fortwirken.

Ein Aufenthalt nach Ihren Interessen planen

Das Festa della Madonna della Neve findet alljährlich zu Beginn des Augusts statt. Wenn Sie dieses Fest miterleben möchten, können Sie den Zeitraum bei Ihrer Reiseplanung berücksichtigen. Für die Wahl eines Hotels oder einer anderen Unterkunft für Ihren Aufenthalt in Zaccanopoli lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte gegenüberstellen: der Aussichtspunkt außerhalb des Ortszentrums, die historischen Themen, das Museum in der Via Rione Nuovo oder die Festtradition im August. So entscheiden Sie selbst, ob bei Ihrer Italienreise Landschaft, ländliche Kultur, Geschichte oder ein lokales Ereignis im Vordergrund stehen soll.

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch San Costantino Calabro, Francavilla Angitola, Maierato, Simbario, Joppolo, Longobardi, Soriano Calabro und Mileto ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vibo Valentia.

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