Morano Calabro: Geschichte, Kirchenkunst und Pollino

File:Morano Calabro, long exposure of beautiful italian village.jpg File:Morano Calabro, long exposure of beautiful italian village.jpg Foto: Svetlana Micic via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Morano Calabro zwischen Geschichte und Pollino

Morano Calabro verbindet einen spätmittelalterlichen Grundriss mit einer markanten Hügellage: Die dicht aneinandergebauten Häuser füllen die Hänge eines Hügels vor dem Hintergrund des Pollino und zweier weiterer Gipfel. Die Chiesa dei Santi Apostoli Pietro e Paolo steht im oberen Teil von Morano Calabro nahe der Burg und stammt möglicherweise aus der Zeit um das Jahr 1000.

Über diesem historischen Zusammenhang erhebt sich das Castello von Morano Calabro, das als kürzlich restaurierte, eindrucksvolle Ruine erhalten ist. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde es von Pietro Antonio Sanseverino, Fürst von Bisignano und Lehnsherr von Morano, umgebaut und erweitert. Die Ruinen des Convento di Colloreto im Gebiet von Morano Calabro gehen auf ein 1545 errichtetes Bauwerk zurück; das Convento wurde um das 18. Jahrhundert aufgegeben.

Kunst und sakrale Architektur

Mehrere Kirchen bewahren konkrete Zeugnisse der Ortsgeschichte. Die Chiesa di San Bernardino im historischen Zentrum ist eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit einer wertvollen kassettierten Holzdecke und einem gotischen Portal. Die Chiesa di San Nicola besteht aus zwei Gebäudeteilen auf unterschiedlichen Ebenen: Die obere Kirche wurde zwischen 1450 und 1460 errichtet, während die ältere untere Ebene Santa Maria delle Grazie gewidmet ist.

Die Marmorskulptur Santa Caterina d'Alessandria von Pietro Bernini ist auf 1591 datiert und wird in der Chiesa dei Santissimi Pietro e Paolo in Morano Calabro aufbewahrt. Die Chiesa di Santa Maria Maddalena gilt als Kirchenmuseum, das das historische und künstlerische Erbe von Morano dokumentiert. In ihrer Sakristei befindet sich außerdem das auf 1477 datierte Polyptychon von Bartolomeo Vivarini.

Museen mit regionalem Bezug

Das Museo di Storia dell'Agricoltura e della Pastorizia ist im Palazzo Salmena aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Es umfasst neun didaktisch-museale Abteilungen mit Sachobjekten, Archivmaterial, schriftlichen Quellen, Ortskarten und historischen Fotografien. So stehen Landwirtschaft und Pastoralgeschichte nicht nur als Begriffe im Raum, sondern werden über unterschiedliche Objekt- und Dokumentgruppen greifbar.

In der Nähe des Castello Normanno-Svevo von Morano Calabro zeigt das Museo Naturalistico Del Nibbio Sammlungen von Säugetieren, Vögeln, Insekten, Mineralien und Fossilien. Die Themen reichen von der Tierwelt und Flora bis zu Geologie und Paläontologie des Pollino.

Wege, Radroute und Festkultur

Für die Orientierung im historischen Zentrum führt die kommunale Passeggiata n. 3 durch den ältesten mittelalterlichen Bereich von Morano Calabro hinauf zum Castello und zur Chiesa dei Santi Apostoli Pietro e Paolo. Die regionale Ciclovia dei Parchi della Calabria ist mit einem erneuten Start in Morano Calabro verbunden und verläuft auf der ehemaligen Trasse der Ferrovie Calabro-Lucane in Richtung Castrovillari. Nach einem Anstieg auf 1.050 Meter nahe der Piana di Campotenese führt sie abwärts in Richtung Morano Calabro.

Zur wiederkehrenden Festkultur gehört die Festa della Bandiera. Sie findet jedes Jahr um den 20. Mai drei Tage lang als historische Nachstellung im Zusammenhang mit einer legendären Schlacht von 1096 statt. Mit Morano Calabro werden handgemachte Nudeln wie cavateddri, rascateddri und lagane in Verbindung gebracht. Moretto del Pollino ist ein lokaler Käse, der mit Morano Calabro verbunden ist.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Acri, Tarsia, Frascineto, Intavolata, Fuscaldo, La Bruca, Cerchiara Di Calabria, Rose.

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