Rose am Crati: Geschichte, Bräuche und lokale Kultur
Rose liegt auf einem Hügel am rechten Ufer des Crati. Der Ort verbindet diese Lage mit Baugeschichte, religiösen Bräuchen und regionaler Kultur. Zur Geschichte von Rose gehören historische Bauwerke, Fundorte und Festtraditionen.
Landschaft und regionale Erzeugnisse
Zum landschaftlichen Bild gehört der Bach Javas: Er verläuft nördlich des Hügels von Rose und mündet über den Vallonarì in den Fluss Crati. In Rose werden Oliven, Kastanien und Feigen angebaut. Der Anbau von Oliven, Kastanien und Feigen ergänzt den Flussraum um eine landwirtschaftliche Seite.
Baugeschichte im Ort
Im historischen Zentrum steht das Castello di Rose am höchsten Punkt über einem Graben, der als natürlicher Schutz vor feindlichen Übergriffen diente. Das Castello di Rose wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Im bewohnten Zentrum von Rose steht außerdem die Chiesa della Madonna delle Grazie. Das Convento Agostiniano di San Pietro Apostolo in Rose stammt aus dem 14. Jahrhundert; die Chiesa della SS. Annunziata befindet sich ebenfalls in Rose. Die Datierungen unterscheiden sich dabei: Das Castello di Rose wurde im 13. Jahrhundert erbaut, das Convento stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Der Name San Nicola verweist im unteren Teil von Rose nahe Serrone auf ein ehemaliges Kloster.
Archäologische Spuren im Crati-Tal
Im Crati-Tal stehen Materialien aus Cutura di Rose mit der Zirkulation von Grabbeigaben in Verbindung. Die in der Ortschaft Area delle Fate in Rose gefundene Kore Italiota ist eine Bronzestatuette aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Die Kore Italiota gilt als Zeugnis der Präsenz der griechischen Kultur im Gebiet von Rose.
Bräuche, Prozessionen und Festkultur
Rose bewahrt Bräuche, die religiöse Vorstellungen und gemeinschaftliche Festkultur verbinden. Das Affàscinu ist ein Volksbrauch in Rose, der den bösen Blick abwehren soll und in der lokalen Kultur weiterhin lebendig ist. Beim Affàscinu geht es um den bösen Blick, beim „u carvariu“ um eine geistliche Pilgerprozession. Die Weihnachtskrippe von Carlino Mammone blickt auf eine hundertjährige Familientradition zurück, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Das an Karsamstag stattfindende „u carvariu“ in Rose ist eine geistliche Pilgerprozession mit volkstümlichen Liedern und dem Vortrag von „u' rillogiu“. Zur Karnevalstradition von Rose gehört das Singen der „la strina“ durch Gruppen junger Menschen.
Im Stadtzentrum von Rose werden zu Weihnachten künstlerische Krippen aufgestellt, die bis zum Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar ausgestellt bleiben. Zu den Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Laurentius in Rose gehörte eine traditionelle Prozession am 10. August. Zur kulinarischen Seite der Karnevalstradition gehört es, Soppressata und typische Süßspeisen zu probieren.
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