Acri: Kultur, Natur und lokale Küche entdecken
Acri lässt sich als Reiseziel über bäuerliche Kultur, sakrale Architektur, Kunst und die Waldlandschaft oberhalb des Ortes entdecken. Museen, historische Kirchen, das Erbe des Beato Angelo, Wege im Umfeld und lokale Küche verbinden sich zu einem vielseitigen Aufenthalt für Kultur- und Naturinteressen.
Museen, Kunst und bäuerliches Leben
Im Museo della civiltà contadina di Acri erzählen sechs Ausstellungsräume von der bäuerlichen und handwerklichen Lebenswelt. Dort werden etwa 500 Objekte bewahrt. Das Museo del Risorgimento „G.B. Falcone“ nutzt Tafeln und historische Fotografien, um wichtige Momente des 19. Jahrhunderts anschaulich zu vermitteln.
Das MACA beherbergt seit 2006 die permanente Sammlung von Silvio Vigliaturo. Untergebracht ist es im Palazzo Sanseverino, der zwischen 1707 und 1717 erbaut und von Donato Vitale sowie seinen Schülern ausgeschmückt wurde. Einen weiteren kulturellen Akzent setzt das Museo dei costumi Arbereshe: Es widmet sich der traditionellen Kleidung der albanischen Minderheit Italiens.
Kirchen und das Erbe des Beato Angelo
Die Chiesa della Santissima Annunziata wurde erstmals 1269 vom Bischof Ruffino historisch erwähnt. Ihr romanischer Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen. Im linken Seitenschiff befindet sich eine Kreuzigung, die als kleines Meisterwerk gilt. Bei Arbeiten in den Jahren 2004 und 2007 bestätigten zahlreiche Entdeckungen die frühchristliche Datierung der Chiesa di Santa Maria Maggiore.
Die Basilica del Beato Angelo da Acri besitzt eine 32 Meter hohe Kuppel und zwei ebenso hohe Glockentürme. Zwölf Adelskapellen sind in zwei Reihen angeordnet; in der mittleren Kapelle befindet sich eine wasserdichte Urne aus Bronze und Glas mit dem rekonstruierten Leichnam des Heiligen. Die Basilica di Sant’Angelo ist eine Barockkirche und gilt als wichtigster Ort der Verehrung in Acri.
Das Geburtshaus des Beato Angelo im Viertel Casalicchio wurde 1930 in eine Kapelle umgewandelt. Im Kapuzinerkloster ist das Museo del Beato Angelo eingerichtet. Der Palazzo Padula war einst der Wohnsitz des Schriftstellers und Dichters Vincenzo Padula. Auch die Torre del Castello Normanno, die auch Torre di Padia heißt, verweist auf die Vergangenheit: Sie war einst ein Beobachtungsturm und Teil der normannischen Burg, die Acri beherrschte. In der Torre ist ein von lokalen Handwerkern gefertigtes Uhrwerk aus dem 18. Jahrhundert erhalten.
Waldwege, Outdoor-Erlebnisse und Küche
Der Parco Serra Crista liegt oberhalb von Acri auf etwa 1.125 Metern Höhe. Sein Wald besteht aus Schwarzkiefern und Kastanien und wird von panoramischen Wegen durchzogen. Im Umfeld von Acri gibt es außerdem Wege im Nationalpark Sila sowie Möglichkeiten zum Trekking, Skifahren, Canyoning und zu weiteren Outdoor-Sportarten.
Zur Küche von Acri gehören handgemachte Cavati mit Fleisch- oder Pilzsauce sowie Patate ’mpacchiuse. Einen festlichen Einblick in das lokale Leben bietet die Festa di San Giuseppe am 19. März: Die Statue ist in der Chiesa della Santissima Annunziata Teil einer Prozession, dazu gibt es feierliche Messen und Verkaufsstände am Corso Pertini sowie auf der Piazza Matteotti.
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