Calopezzati – Castello Giannone, Kirchen und Dorfbrunnen

Calopezzati liegt als historisches Dorf auf einer der letzten Anhöhen vor der Ebene und dem Meer. Sein Charakter entsteht aus der Verbindung von Burg, Kirchen, mittelalterlichen Spuren, alten Brunnen und einer geschützten Dünenlandschaft. Für Sie ergibt sich damit ein Reiseziel, in dem sich Kulturgeschichte und Naturbezug anhand konkreter Orte erkunden lassen.

Castello Giannone und sakrale Kunst

Das Castello Giannone entwickelte sich aus einer byzantinischen Felsenbefestigung unter normannischer Herrschaft zunächst zu einer Befestigungsanlage mit quadratischem Grundriss und wurde unter den Staufern zu einer eigentlichen Burg. Heute beherbergt das Castello Giannone eine wertvolle Bibliothek. In seinem Innenhof ist noch eine spätgotische Bifora aus dem 15. Jahrhundert sichtbar. Dem Castello gegenüber steht das Convento dei Riformati auf einem außerhalb der Mauern gelegenen Hügel.

Die der Madonna gewidmete Pfarrkirche ist dreischiffig. Auf ihrem Hauptaltar befindet sich ein 1728 gemaltes Altarbild der Madonna Achiropita. In der Rosenkranzkapelle der Pfarrkirche befindet sich ein Gemälde der neapolitanischen Schule aus dem späten 17. Jahrhundert aus der Werkstatt des Solimena. Das steinerne Taufbecken in der Mutterkirche stammt aufgrund des Wappens der Familie Sambiase aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche Madonna Addolorata ist an das Castello Giannone angebaut. Ihr vergoldetes Holzaltarbild gilt als eines der reinsten Beispiele der Rokokokunst in Kalabrien. An einer zum Platz gerichteten Wand befindet sich außerdem ein Mosaik mit der Darstellung des Heiligen Christophorus.

Klöster, Mauern und antike Spuren

Das Kloster San Nicola wurde um das 9. Jahrhundert von Mönchen des griechischen Ritus gegründet. In der Ortschaft Girdinello sind einige Überreste des Klosters erhalten. Nahe Girdinello ist eine Felslaura identifiziert, die mit dem Eremitentum verbunden wird, das zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert das gesamte Gebiet des Rossanese prägte. Das Convento dei Riformati wurde den Minderbrüdern des Heiligen Franz von Assisi, den Reformierten, übertragen und Santa Maria del Rimedio geweiht. Santa Maria Assunta stammt aus dem 15. bis 16. Jahrhundert.

Entlang der heutigen Via Le Murate sind erhaltene Abschnitte der mittelalterlichen Befestigungsmauer von Calopezzati vorhanden. Im Gebiet von Calopezzati wurden am Standort Gadice Überreste einer römischen Villa rustica gefunden. Die Fontana di Scrimugno steht auf dem früheren Standort des Basilianischen Klosters San Nicola.

Dünenlandschaft und Dorfwege

Das geschützte Gebiet Dune di Camigliano umfasst 88 Hektar und schließt Calopezzati ein. Die Dune di Camigliano ist ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung im Gemeindegebiet von Calopezzati an der Mündung des Flusses Acquaniti.

Calopezzati ist außerdem durch zahlreiche alte Brunnen geprägt, die häufig an malerischen und charakteristischen Stellen liegen. Ein Spaziergang durch die Gassen von Calopezzati gilt als Möglichkeit, den Charakter des Dorfes zu erleben.

Lebendige Tradition zur Weihnachtszeit

Das lebende Krippenspiel zur Weihnachtszeit gilt in Calopezzati als fest verwurzelte Tradition; dabei verwandelt sich das Dorf in ein Freilufttheater. Beim lebenden Krippenspiel gehören alte Handwerke in den Werkstätten zur Darstellung.

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