Amendolara: Meerespark, Museen und Spuren der Antike

Amendolara verbindet einen maritimen Naturraum mit archäologischen und historischen Bezugspunkten. Der thematische Bogen reicht vom Meer vor Amendolara Marina bis zu archäologischen, byzantinischen und mittelalterlichen Zeugnissen. Wenn Sie einen Ort nicht nur als Übernachtungsadresse, sondern als kulturellen und landschaftlichen Schwerpunkt Ihrer Reise verstehen möchten, bietet Amendolara dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie zunächst entscheiden, ob Sie den Naturraum am Meer oder die Ortsgeschichte stärker einbeziehen möchten.

Meeresschutzgebiet vor Amendolara

Vor der Küste von Amendolara Marina und der Mündung des Flusses Crati liegt im Meer der Regionale Meerespark Secca di Amendolara. Die Secca di Amendolara ist als besonderes Schutzgebiet ZSC IT9310053 ausgewiesen. Für Ihre Planung setzt dieser Naturraum einen deutlichen Akzent: Amendolara lässt sich damit auch unter dem Blickwinkel von Meer und Schutzgebiet betrachten, ohne auf ein einziges Erlebnis festgelegt zu sein.

Anreise und Orientierung

Für die Anfahrt nach Amendolara führt die Route von der Ausfahrt Sibari der Autobahn A3 SA-RC über die SS 534 und die SS 106 in Richtung Taranto bis zur Abzweigung nach Amendolara. Zu den Bahnhöfen für die Anreise zählen Amendolara Marina sowie alternativ Trebisacce in 10 km und Sibari in 25 km Entfernung.

Museen im historischen Zentrum

Im historischen Zentrum des Ortes liegt das Museo Archeologico di Amendolara neben dem Schloss und an einer Seite des Hauptplatzes. Die Laviola-Sammlung im Museo archeologico nazionale di Amendolara umfasst hauptsächlich Metallfunde und Keramikfragmente aus der protourgeschichtlichen Zeit vom 12. bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. Für Ihren Aufenthalt ergibt sich daraus ein klarer kultureller Schwerpunkt im historischen Ortsgefüge.

Das Museo archeologico nazionale di Amendolara bietet außerdem zwei multimediale Informationseinrichtungen in vier Sprachen. Filme, Kommentare und Texte stellen die Besiedlung des Gebiets von Amendolara von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart dar. Dieser zeitliche Bogen erweitert den Blick von einzelnen Ausstellungsstücken auf die Besiedlung des Gebiets über viele Epochen hinweg.

Byzantinische Formen und antike Siedlungsspuren

Die Cappella dell’Annunziata – auch Cappella dei Greci – wurde in byzantinischer Zeit im Zeitraum vom 9. bis zum 10. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert restauriert. Die Kirche La Chiesa di Santa Maria bewahrt trotz barocker Umbauten außen den byzantinischen Stil ihrer Kuppel. An beiden Bauwerken treten ältere byzantinische Formen trotz späterer Veränderungen hervor – ein spannender Ansatz für alle, die Architektur in ihrer zeitlichen Entwicklung betrachten möchten.

Auch die archäologische Stätte San Nicola führt in die Antike. Sie wird mit Lagaria in Verbindung gebracht, einer antiken Siedlung aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., und bewahrt die Überreste einer Siedlung mit einer Straße aus festgestampfter Erde. An ihren Seiten standen rechteckige Häuser.

Das Castello Normanno und die mittelalterliche Siedlung

Im westlichen Teil der mittelalterlichen Siedlung von Amendolara steht Il Castello Normanno und überragt den Bach Straface. Zu seiner historischen Befestigung gehörten auf einer Seite ein tiefer, einst wassergefüllter Graben und auf der anderen mächtige Mauern mit hohen Türmen an ihren Enden. Während der Stauferzeit diente Il Castello Normanno Kaiser Friedrich II. als Residenz. Das Bauwerk verbindet damit seine Lage im mittelalterlichen Ortsgefüge mit der Geschichte der Stauferzeit und seiner Befestigung. Wenn Sie Kultur, Architektur und Landschaft in einem Aufenthalt zusammenführen möchten, finden Sie in Amendolara dafür mehrere klar unterscheidbare Bezugspunkte.

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