Altavilla: Kirchen, Geschichte und das Crati-Tal

Altavilla zwischen Kirchen, Geschichte und Landschaft

Altavilla lässt sich über seine Kirchen, historischen Spuren und das Umfeld des Crati-Tals kennenlernen. Sakralbauten stehen dabei im Mittelpunkt: Die Chiesa di Santa Maria Assunta ist die Pfarrkirche von Altavilla; die Chiesa della Madonna della Neve befindet sich im unteren Teil des historischen Zentrums. Für Sie entsteht so ein kultureller Schwerpunkt aus Sakralarchitektur, Ortsgeschichte und Landschaftsbildern.

Kirchen mit mittelalterlichen und jüngeren Spuren

Die Chiesa di S. Maria della Neve gilt als 1420 gegründet und diente damals als „hospitalis“, also als sakraler Ort für Reisende, Kranke und Bedürftige. Sie ist eine kleine einschiffige Kirche. In ihrem Inneren befindet sich ein Altar aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer Statue der Heiligen, der die Kirche geweiht ist.

Der Kirchhof der Chiesa di Santa Maria Assunta liegt auf einer von drei mittelalterlichen Spitzbogen-Arkaden aus Stein getragenen Terrasse. Die Arkaden werden auf das Ende des 13. Jahrhunderts datiert; zugleich bietet der Kirchhof einen Blick über das Crati-Tal. Als Pfarrkirche von Altavilla vereint die Chiesa di Santa Maria Assunta damit kirchliche Funktion, markante Bauformen und einen konkreten Landschaftsbezug.

Historische Zeichen rund um Altavilla

Nahe der Chiesa di Santa Maria Assunta in der Fraktion Altavilla befindet sich eine Tuffsteininschrift mit dem Wortlaut „hoc conditum est“. Sie könnte aus der Kaiserzeit, möglicherweise aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., stammen. Die Inschrift eröffnet einen Blick auf eine deutlich frühere Zeit als die mittelalterlichen Kirchenbauten, bleibt in ihrer zeitlichen Einordnung jedoch mit einer Möglichkeit verbunden.

Die Motta di Corno wurde um 1300 als ein von den Angioinern eingeführtes Verteidigungssystem errichtet, um das umliegende Gebiet zu schützen. Wenige Meter vom Ufer des Torrente Corno sind zudem die Ruinen antiker Wassermühlen sichtbar. Eine Wanderung zum Flussbett des Corno begann an der Piazza Zumpo in der Fraktion Altavilla di Lappano. Von dort ging es zunächst mit dem Auto bis zur Ortschaft Ponte Mulino und danach zu Fuß weiter. Diese Verbindung von Flussbett, Mühlenruinen und historischen Bauwerken spricht besonders Reisende an, die Landschaft und Geschichte gemeinsam erkunden möchten.

Religiöse Bräuche und wichtige Tage

Traditionelle Trommeln, die sogenannten „Tommarini“, kündigen die Novene der Madonna della Neve an und begleiten die Prozession zur Chiesa di Santa Maria Assunta. Die Statue der Madonna della Neve wird alljährlich – kalendarisch am 5. August, der Tradition nach jedoch nach dem 15. August – durch alle Contrade von Altavilla getragen. Wenn Sie Kultur nicht nur über Bauwerke, sondern auch über Rituale kennenlernen möchten, bietet dieses Zusammenspiel einen konkreten Anknüpfungspunkt.

Anreise zur Chiesa di S. Maria della Neve

Von Cosenza aus erreichen Sie die Chiesa di S. Maria della Neve über die Straße durch das Zentrum von Lappano und die Fraktion Altavilla. Anschließend biegen Sie in die Via Casello ab und folgen ihr bis zur Kirche.

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