Aiello Calabro zwischen Meer und Gebirge entdecken

Aiello Calabro liegt auf den Hügeln des tyrrhenischen Hinterlands der Provinz Cosenza zwischen Meer und Gebirge. Die Höhenlagen reichen von 70 bis 1.100 Metern. Damit verbindet der Ort eine markante Landschaft mit einer reichen Bau- und Festkultur.

Landschaft zwischen Meer und Gebirge

Die Waldlandschaft von Aiello Calabro reicht von Korkeichenbeständen an den küstennahen Hügelhängen bis zu Formationen aus Kalabrischer Kiefer und Weißtanne an den Hängen oberhalb von 1.000 Metern. Der Wechsel der Höhenstufen prägt die Landschaft ebenso wie die Lage zwischen tyrrhenischem Hinterland und Gebirge.

Zu den natürlichen Ausflugszielen gehört Casellone, das für Ausflüge und Picknicks ausgestattet ist. Für Ihre Planung lässt sich dieser Landschaftsaspekt mit den kulturellen Sehenswürdigkeiten des Ortes verbinden, ohne dass Aiello Calabro auf eine einzige Reiseart festgelegt ist.

Architektur mit vielen Zeitschichten

Die erhaltenen Überreste des Schlosses von Aiello Calabro befinden sich auf einem Felsvorsprung oberhalb der Stadt. Archäologische Ausgrabungen am Schloss haben Räume freigelegt.

Der Palazzo Giannuzzi Savelli gehört zu den bedeutendsten architektonischen Bestandteilen des Kulturerbes von Aiello Calabro. Der Palazzo Viola ist ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. Zu seinen prägenden Details gehören ein barocker schmiedeeiserner Balkon aus dem 17. Jahrhundert, ein Wappen aus Marmor und ein verziertes Portal aus Tuffstein.

Auch Sakralbauten zeigen die unterschiedlichen historischen und handwerklichen Ebenen des Ortes. Die Cybo-Kapelle wurde 1597 von Pietro Barbalonga unter Mitwirkung toskanischer Steinmetze errichtet und enthält einen Altar aus grünem und schwarzem kalabrischem Marmor. Die Kirche Madonna delle Grazie besitzt hohe ampullenförmige Fenster, ein skulptiertes Portal aus Tuffstein, ein einschiffiges Langhaus und eine Stuckdekoration.

Aiello Calabro besitzt außerdem ein Museum der bäuerlichen Zivilisation. Das Stadttheater ist in die Felswand eingebettet und blickt auf den Horizont der Berge, von dem aus man das Meer sehen kann. Die volkstümliche Theatertradition des Ortes heißt „’a racchia“.

Feste, Handwerk und Geschmack

Die Reliquien des heiligen Geniale kamen am 26. Juli 1667 in Aiello Calabro an und wurden 1808 endgültig in die Stiftskirche Santa Maria Maggiore, die Mutterkirche der Stadt, überführt. Das San-Geniale-Fest wird weiterhin am 5. Februar und am ersten Sonntag im Mai gefeiert. Diese festen Termine geben der religiösen Geschichte des Ortes einen wiederkehrenden Platz im Jahreslauf.

Zur historischen Handwerkstradition von Aiello Calabro gehört die Herstellung von Damast- und Seidenstoffen. Sie steht mit der dort seit der Antike praktizierten Seidenraupenzucht in Verbindung. Der lokale Charakter zeigt sich damit nicht nur in Palazzi und Kirchen, sondern auch in textilen Techniken und ihrer langen Überlieferung.

Das typische Dessert von Aiello Calabro ist u ’nginèttu, ein mit Zucker- und Eiweißglasur überzogenes Gebäckstück. Mit der lokalen Küche Aiello Calabros sind gepökelte Fleischwaren und Aufschnitt verbunden. Das Savuto-Tal im Umfeld von Aiello Calabro ist außerdem mit der Herstellung und Verkostung des Savuto-Weins mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung verbunden.

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