Satriano: Flusslandschaft, Bahnspuren und Ortsgeschichte

Satriano zwischen Geschichte und Flusslandschaft

Satriano vereint historische Bauwerke, Relikte einer stillgelegten Bahnlinie und Wege am Ancinale. Die Torre Ancinale (Torre Ravaschiera) wurde im 16. Jahrhundert als Beobachtungs- und erste Verteidigungsanlage errichtet. Die Fontana Gatti entstand, nachdem ein Wasserlauf in der Ortschaft Monaci kanalisiert worden war. An der Torre Ancinale steht die Beobachtungs- und Verteidigungsfunktion im Vordergrund; bei der Fontana Gatti führt die Geschichte über die Kanalisierung eines Wasserlaufs in Monaci.

Historische Bahnspuren zwischen Laganosa und Satriano-Davoli

Auf der stillgelegten Bahnstrecke befindet sich zwischen Laganosa und dem ehemaligen Bahnhof Satriano-Davoli ein Viadukt über den Fosso Turriti. Die ehemalige Bahnstrecke Soverato (FCL)–Chiaravalle Centrale, an der die Haltestelle Satriano-Davoli lag, ist als unbefestigter Weg mit Tunneln und Brücken nachvollziehbar. Die Eisenbahnlinie, die Soverato mit Chiaravalle Centrale verband, war seit 1969 stillgelegt; bei dem Fußweg waren auch Bauwerke dieser Strecke zu sehen. Brücken, Bahnrelikte und historische Verkehrswege geben Satriano damit eine zusätzliche historische Dimension.

Flussweg und Natur an der Fiumara Ancinale

Die Fiumara Ancinale kann im Frühjahr auf Wanderungen und Spaziergängen von der Marina di Satriano in Richtung Serra San Bruno erkundet werden. Entlang des Flusswegs von der Marina di Satriano bis Serra San Bruno befindet sich ein bedeutendes Vorkommen des Königsfarns Osmunda regalis. Im Frühjahr verbindet der Abschnitt von der Marina di Satriano in Richtung Serra San Bruno Wanderungen und Spaziergänge mit dem Vorkommen des Königsfarns.

Wege zum historischen Zentrum

In der Ortschaft Pandini verband ein alter Weg Satriano mit dem darunterliegenden Fluss. Ein zweistündiger Fußweg führte von der Torre Ravaschiera entlang des Ancinale bis zum historischen Zentrum von Satriano über wenig befahrene Nebenstraßen und einen unbefestigten Weg. Auf diesem Fußweg gehörte die Kapelle Santa Tecla zu den Sehenswürdigkeiten. Außerdem gehörte ein Wasserkraftwerk dazu, das Wasser des Ancinale und anderer Bäche nutzt. Für den zweistündigen Fußweg sind die wenig befahrenen Nebenstraßen und der unbefestigte Weg als unterschiedliche Wegabschnitte zu berücksichtigen. Die Verbindung von Ortsbereich, Fluss, Kapelle und technischem Bauwerk zeigt, wie unterschiedliche Facetten Satrianos auf einer Wegfolge zusammentreffen.

Kirche und feste Termine im Jahreslauf

Die Chiesa Matrice von Satriano ist durch einen Giebel im griechischen Stil geprägt. A Cumprunta findet in Satriano während der Karwoche statt. Am 26. und 27. September finden feierliche Veranstaltungen zu Ehren von San Cosma e Damiano statt. Damit bietet Satriano neben besonderen Bauformen auch feste kulturelle Anlässe im Jahreslauf. Für die Jahresplanung lassen sich die Karwoche sowie der 26. September als konkrete Zeitfenster für religiöse Veranstaltungen in Satriano vormerken. Die beiden Septembertage liegen dabei auf festen Kalendertagen, während A Cumprunta an die Karwoche gebunden ist. Zusammen mit den Wegen am Ancinale und den historischen Bauwerken entsteht ein Reiseziel, das Natur- und Kulturinteressen nebeneinanderstellt.

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