Martirano: Kirchenkunst und Geschichte im unteren Savuto-Tal
Martirano zwischen Monte Reventino und Savuto-Tal
Martirano liegt an den Ausläufern des Monte Reventino im unteren Savuto-Tal. Die Ortslage verbindet den Bergbezug des Monte Reventino mit dem Talraum des Savuto. Für die geografische Orientierung sind damit Bergausläufer und Talraum die beiden wesentlichen Bezugspunkte.
Kirchenkunst und geistliches Erbe
Die Chiesa del SS. Rosario besitzt ein einschiffiges Langhaus mit Seitenaltären. Ihre barocken Stuckarbeiten, Pilaster und Kapitelle prägen die Ausstattung; darüber liegt ein bemaltes hölzernes Tonnengewölbe. Am Haupteingang befindet sich ein Steinportal, das auf das Jahr 1700 datiert ist. Wer sich für Kirchenkunst interessiert, richtet den Blick hier vom Raumaufbau über die barocken Details bis zum Portal mit seiner Datierung.
Geschichte von Diözese, Burg und Via Popilia
Am 24. März 1058 gründete Roberto il Guiscardo durch eine päpstliche Bulle von Stephan IX. die Diözese Martirano. Während der Regentschaft Rogers II. wurde in Martirano eine imposante Burgfestung errichtet, die das Savuto-Tal beherrschte. In der Anjouzeit wurde die Burg von Martirano zu einem Gefängnis, in dem die Feinde des Königs eingesperrt wurden. Auch die römische Via Popilia verlief auf ihrer Strecke von Capua nach Reggio Calabria durch Martirano.
Die Burg erhielt in der Anjouzeit somit eine andere Funktion als bei ihrer Errichtung. Neben der kirchlichen Gründung und der mittelalterlichen Festung gehört auch der Verlauf der römischen Straße zur Geschichte des Ortes.
Museum, Objekte und lokale Tradition
Seit 2019 befindet sich in der Immacolata-Kirche in Martirano das Museum San Paolo VI. Es zeigt einen Teil des künstlerischen Erbes sowie sakrale und liturgische Ausstattungsstücke der ehemaligen Diözese Martirano. Für Kulturinteressierte stehen damit sakrale Kunst und liturgische Gegenstände im selben Museumsbestand.
In Martirano befindet sich außerdem eine zwischen 1800 und 1899 entstandene Vitrine aus Holz und Glas. Sie wird einer kalabrischen Werkstatt zugeordnet und trägt ein Wappen der Familie De Gattis De Medici. Das Gemälde San Francesco d’Assisi gelangte wahrscheinlich dank Michelangelo Veraldi di Taverna nach Martirano. Er war von 1693 bis 1702 Bischof der Diözese Martirano. Die Patronatsfeier von Martirano ist dem heiligen Sebastian gewidmet.
Historische Orte im Umfeld
In der Umgebung von Martirano liegen mehrere historische Bauwerke. Dazu zählen Villa Pellico, ein Palast, und das Castello Normanno Nicastro, eine Burg. Ebenfalls in der Umgebung liegen Piazzetta San Nicola, ein Palast, und Palazzo Nicotera, ein Palast.
Strände im weiteren regionalen Umfeld
Im weiteren regionalen Umfeld von Martirano liegt Spiaggia di Falerna Scalo, ein Strand. Außerdem liegen dort Hang Loose Beach, ein Strand, Spiaggia di Gizzeria Lido, ein Strand, und Spiaggia di Marinella, ein Strand. Der regionale Bezug reicht damit über die historischen Orte hinaus bis zu vier ausdrücklich als Strände bezeichneten Zielen.
Weitere Orte für Ihre Reiseplanung
Castagna, Isca Sullo Ionio, Zagarise, Satriano, Girifalco, Botricello, Curinga und Carlopoli
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Catanzaro.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com