San Sostene: Alaco-Tal, Lacina und gelebte Tradition
File:Chiesa della Madonna del Rosario (San Sostene) 02.jpg
Foto: Ensahequ via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
San Sostene verbindet sakrale Kunst, Berglandschaft und Prozessionen mit festen Terminen. Für eine Italienreise ist der Ort interessant, wenn Sie Naturbeobachtung, Wandern und religiöse Traditionen verbinden möchten. Alaco-Tal, Lacina-See und Kirchen geben Ihrer Planung unterschiedliche Anknüpfungspunkte – vom Landschaftserlebnis bis zur Betrachtung sakraler Kunst.
Alaco-Tal und Lacina: Naturraum mit eigenem Charakter
San Sostene ist mit dem Tal des Flusses Alaco verbunden; der Alaco mündet im Herzen des Parco delle Serre in den Lacina-See. La Lacina ist ein SIC-Gebiet und eines der wenigen südlichen Bergfeuchtgebiete. Ihre Habitatvielfalt umfasst mehr als 300 Arten, von denen etwa 26 Prozent selten sind. Für Naturinteressierte ist diese Verbindung aus Flusstal, See und Feuchtgebiet ein konkreter Schwerpunkt der Landschaftsplanung.
Sakrale Kunst in Santa Maria del Monte und San Sebastiano
In der Kirche Santa Maria del Monte befindet sich im zentralen Gewölbefeld eine im Jahr 1805 von Giovanni Spadea ausgemalte Darstellung der Jungfrau Maria vom Berge zwischen den Heiligen Rocco und Sostene. Hinter dem aus dem Jahr 1840 datierten Hauptaltar befindet sich ein auf 1787 datiertes und vom aus Borgia stammenden Maler Francesco Basile signiertes Altarbild. Es zeigt die Madonna del Monte, San Sostene und San Giovanni Battista. In der Nische des Hauptaltars der Chiesa di San Sebastiano ist außerdem eine Prozessionsstatue des San Sebastiano ausgestellt.
Wanderwege mit unterschiedlichen Blickrichtungen
Für Wandernde bündeln sich mehrere unterschiedliche Landschaftseindrücke. Die Route Anelli sull’Alaco beginnt an den westlichen Dienstgebäuden der Alaco-Talsperre und endet an den östlichen Dienstgebäuden; beide liegen in San Sostene. Nach etwa einem Kilometer Aufstieg eröffnet sich auf dieser Route ein Blick auf die Lacina-Mulde mit ihrem See. Etappe 43 des Cammino Basiliano führt von Torre di Ruggiero über San Sostene nach Satriano. Unter jahrhundertealten Kastanienbäumen bietet sie Ausblicke auf den Golf von Squillace und die Bucht von Soverato. Bei einer Wanderung führte die Route die Teilnehmenden zur Pietra di Momo. Bei einer Wanderung wurden außerdem die Wasserfälle des Alaca-Bachs erreicht. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen dem Blick auf die Lacina-Mulde und den Fernblicken der Etappe unterscheiden.
Prozessionen und feste Tage im Jahreslauf
Religiöse Traditionen sind in San Sostene mit konkreten Festtagen verbunden. Das jährlich am 16. August gefeierte Festa di San Rocco umfasst eine Prozession, bei der die Teilnehmenden barfuß und in Pilgerkleidung gehen. Bei den Prozessionen zu San Rocco und San Sostene werden jeweils beide Heiligenstatuen mitgeführt: Beim Fest von San Rocco führt San Sostene die Prozession an, beim Patronatsfest führt San Rocco vor dem Schutzpatron. In San Sostene Marina wird das Festa della Madonna del Rosario zweimal jährlich gefeiert, am 20. August und am ersten Sonntag im Oktober. Wenn Sie Ihre Reise an solchen Terminen ausrichten, stehen Kirchenräume, Prozessionsformen und die Verehrung der Heiligen im Mittelpunkt.
Für die Wahl einer Unterkunft in San Sostene können diese Schwerpunkte eine sachliche Orientierung geben. Ein Hotel oder eine andere Unterkunft lässt sich für Ihre Reiseplanung nach den Interessen an den Wegen am Alaco, der Natur von La Lacina, der Kirchenkunst oder den Festtagen auswählen. Damit stehen unterschiedliche Reiseanlässe nebeneinander: Naturbeobachtung, Wanderpassagen und religiös geprägte Kultur.
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