Gimigliano: Grüner Marmor, Kirchen und Wege in die Sila Piccola

Gimigliano liegt am Südhang der Sila Piccola und verbindet eine markante Berglandschaft mit einer ungewöhnlich präsenten Steintradition. Die lokale grüne Steinart ist in Kirchen, Straßen, Palästen, Balkonen, Einfriedungs- und Stützmauern, Stufen sowie Dekorationen sichtbar. Für Sie zeigt sich der Charakter des Ortes damit sowohl in der Landschaft als auch in den gebauten Details des täglichen Ortsbildes.

Wandern zwischen Ort, See und Sila

Eine wichtige Orientierung für Wanderer bietet die offizielle Etappe SI U15. Sie verläuft vom Santuario Madonna di Porto nach Villaggio Mancuso und führt in die ersten Ausläufer des Parco nazionale della Sila. Auf ihrem Verlauf geht sie über die Staumauer des großen künstlichen Beckens Lago Passante und anschließend in den Parco nazionale della Sila.

Auch der Monte Gimigliano gehört zu den prägenden Landschaftsbezügen des Ortes. Ein Bergpfad führt vom bebauten Ortsbereich von Gimigliano zum Monte Gimigliano. Vom Monte-Gimigliano-Weg bieten sich Ausblicke auf die Berge des Reventino, der Serre und der Sila sowie auf das Ionische Meer.

Historisches Zentrum und Steinhandwerk

Das historische Zentrum von Gimigliano weist einen mittelalterlichen Stadtgrundriss mit charakteristischen Steinpalästen und einem Herzogspalast auf. Der grüne Marmor von Gimigliano wurde außerdem für die Freitreppe der Chiesa del Gesù di Napoli, die Böden der Reggia di Caserta, den Winterchor und die Nischen der Basilica di San Giovanni in Laterano sowie den zentralen Platz von San Pietroburgo verwendet. So lässt sich die örtliche Steintradition an historischen Bauwerken in Gimigliano ebenso betrachten wie an Beispielen außerhalb des Ortes.

Eine Route durch Gimigliano umfasst einen Besuch im Museo della Pietra di Gimigliano. Das Museum spielt eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Geschichte und der kulturellen Wurzeln des Ortes. Eine Besucherroute durch Gimigliano beginnt in einem ehemaligen Steinbruch für grünen Marmor aus Kalabrien und wird in Zusammenarbeit mit der Pro Loco durchgeführt. In Gimigliano gibt es außerdem ein Museum, das einer historischen Ölmühle gewidmet ist und zur Erinnerung und Identität der örtlichen Gemeinschaft gehört.

Kirchen mit eigenen Geschichten

Die Chiesa di Santa Maria Assunta bewahrt mehrere konkrete Zeugnisse sakraler Kunst und lokaler Steinbearbeitung. Sie enthält zwei Altäre aus grünem Marmor aus dem 16. Jahrhundert, außerdem ein Taufbecken aus grünem Marmor von Gimigliano, das von Steinmetzen aus Gimigliano gefertigt wurde. In derselben Kirche befindet sich auch eine Holzstatue des heiligen Josef. Die Materialien und Ausstattungsstücke geben dem Kirchenbesuch eine klar erkennbare Verbindung zur örtlichen Handwerkstradition.

Die Chiesa del SS. Salvatore entstand etwa um 967; diese Zeit fällt mit der Entstehung des Ortes und der Errichtung der Kirche zusammen. Sie ist ebenerdig zugänglich. Damit gehört sie sowohl zu den historischen Bezugspunkten Gimiglianos als auch zu den Kirchen, deren bauliche Zugänglichkeit für die eigene Besuchsplanung eine konkrete Rolle spielen kann.

Die Ursprünge der Basilica Santuario Madonna di Porto werden mit dem Jahr 1751 verbunden. In der Basilica Santuario Madonna di Porto befindet sich die „Cona“ von Pietro Gatto mit einem Freskobild der Madonna di Costantinopoli.

Gimigliano passend zur eigenen Reise planen

Bei der Wahl einer Unterkunft können Sie in Gimigliano zwischen zwei Schwerpunkten ansetzen. Die Kirchen, das historische Zentrum und die Museen sprechen für einen kulturorientierten Aufenthalt; SI U15 und der Monte-Gimigliano-Weg rücken Wandern, Berge und Ausblicke in den Vordergrund. Die Entscheidung zwischen einem Hotel und einer anderen Unterkunft hängt dabei von Ihrem gewünschten Verhältnis von Ortsbesichtigungen und Zeit in der Landschaft ab. Gimigliano bietet für beide Interessen konkrete Anknüpfungspunkte, ohne dass Sie Kultur und Natur getrennt voneinander planen müssen.

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