Castelleale: Mittelalterlicher Grundriss und gotische Baureste
Unterkünfte in Castelleale
Castelleale ist eines der am besten erhaltenen befestigten Malatesta-Gutshöfe im Gebiet von Rimini. Zugleich ist es eine kleine ländliche Siedlung mit mittelalterlichem Grundriss und bedeutenden gotischen Bauresten.
Die befestigte Anlage von Castelleale
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts war die Siedlung Castelleale um einen viereckigen Hof angeordnet. In derselben Zeit war sie durch eine hohe, zinnenbewehrte Mauer, einen mächtigen Turm und einen umlaufenden Graben befestigt. Der viereckige Hof bildet den inneren Bezugspunkt der Siedlung, während Mauer, Turm und Graben ihre äußere Befestigung bilden. In Castelleale gehören diese Bauteile zur räumlichen Anlage rund um den Hof. Bei einer architektonischen Betrachtung stehen damit sowohl die geschlossene Hofstruktur als auch die einzelnen Wehrbauten im Mittelpunkt.
Tore mit unterschiedlichen Formen
Auch die Tore zeigen unterschiedliche architektonische Formen. Das Kutschentor von Castelleale hatte einen Spitzbogen, während das kleinere Fußgängertor einen Dreipassbogen hatte. Der Spitzbogen läuft nach oben in einer Spitze aus, der Dreipassbogen wird durch drei Bogenformen gegliedert.
Pfarrkirche an der Befestigung
Die Pfarrkirche von Castelleale ist an die Befestigungsmauern angebaut. Errichtet wurde sie gegen Ende des 16. Jahrhunderts, restauriert zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Ihre Errichtung und Restaurierung gehören damit zu einer späteren Bauphase als die Befestigung aus dem frühen 15. Jahrhundert. Baulich bleibt die Kirche dennoch an die Befestigungsmauern gebunden. So steht der Sakralbau unmittelbar neben den wehrhaften Bauteilen der Siedlung.
Baureste an der Außenseite
An der Außenseite von Castelleale sind Mauern und Bögen aus dem 14. Jahrhundert zu sehen. Außerdem befinden sich dort alte Fenster mit steinernen Gewänden. Castelleale bewahrt weiterhin seine Tore aus dem 15. Jahrhundert, die von der Gemeindeverwaltung vor Kurzem restauriert wurden. Die Fenstergewände setzen dabei ein eigenes steinernes Detail neben Mauern und Bögen. Die vor Kurzem restaurierten Tore stehen neben den Bauresten aus dem 14. Jahrhundert. Für die Betrachtung der Außenansicht ergeben sich dadurch unterschiedliche historische Bauteile an derselben Siedlung.
Residenz des Bischofs Leale Malatesta
In Castelleale befindet sich die Residenz des Bischofs Leale Malatesta, die er dort errichten ließ. An der Residenz ist weiterhin eine Widmungsplakette aus dem 15. Jahrhundert aus istrischem Stein sichtbar. Ihre Lage an der Residenz verbindet das Materialdetail mit dem Bau, den Bischof Leale Malatesta errichten ließ. Damit tritt neben der Befestigungsarchitektur auch ein konkreter Bezug zur Geschichte der Malatesta hervor.
Räumliche Einordnung in der Landschaft
Von Croce di Montecolombo führt eine Nebenstraße durch das Tal des Rio di Mordano und über die Ponte Scaricalasino nach Castelleale. Der Verlauf führt damit durch einen ländlichen Landschaftsraum, bevor die Siedlung erreicht wird.
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