Pieveottoville: Kultur, Geschichte und die Madonnina del Po
Unterkünfte in Pieveottoville
Die Madonnina del Po und barocke Bauwerke
Die Kirche Madonna della Visitazione, bekannt als „Madonnina del Po“, ist eine Barockkirche aus dem Jahr 1615. Sie liegt neben dem Hauptdeich. Bei einer Überschwemmung blieb die Kirche trotz der Flussnähe vom Hochwasser des Po verschont, während die umliegenden Häuser schwer beschädigt wurden. Entlang des Weges bei der Madonnina del Po verläuft außerdem die Ciclovia Food Valley Bike. Kulturinteressierte können an der Madonnina del Po sakrale Architektur, Flussnähe und die regionale Radroute in einem konkreten Ortsbezug zusammen betrachten.
File:Collegiata di San Giovanni Battista (Pieveottoville, Polesine Zibello) - facciata 1 2019-06-18.jpg
Foto: Parma1983 via Source, CC BY-SA 4.0
Ein weiteres barockes Bauwerk ist das Oratorio di Sant’Antonio Abate, das aus dem Jahr 1827 stammt. Die zweite Kapelle ist den Kriegstoten gewidmet und enthält ein Altarbild von Giuseppe Moroni. Eine Orgel wurde 1790 von Giuseppe und Andrea Luigi Serassi restauriert und erweitert. In der Villa Corbellini befindet sich das große Glasfenster „Le vie del sogno“. Neben den Kirchenbauten gehören damit auch ein namentlich zugeordnetes Altarbild, eine restaurierte Orgel und ein großes Glasfenster zu den konkreten Kulturmotiven von Pieveottoville.
Verwaltungsgeschichte und historische Räume
Vom 9. Jahrhundert bis mindestens zum Ende des 14. Jahrhunderts war Pieveottoville das Zentrum eines Verwaltungs- und Religionsbezirks. Dieser Bezirk umfasste neben dem heutigen Gemeindegebiet von Zibello auch Ragazzola und S. Croce. Die historische Angabe bezieht sich ausdrücklich auf das heutige Gemeindegebiet von Zibello und nennt Ragazzola sowie S. Croce zusätzlich innerhalb desselben Bezirks.
Das Teatro di Pieveottoville
Das Teatro di Pieveottoville wurde 1921 erbaut. Bei seiner Einweihung wurde das Theater von „Teatro San Carlo“ in „Teatro Angelo Frondoni, già San Carlo“ umbenannt. Der italienische Zusatz „già San Carlo“ bewahrt im neuen Namen die frühere Bezeichnung. So lässt sich die Theatergeschichte sowohl über das Baujahr als auch über den dokumentierten Namenswechsel verfolgen.
Festkultur und regionale Spezialität
Das traditionelle Patronatsfest und die Sagra zu Ehren von San Giovanni Battista finden am 24. Juni statt. Fällt die Reise auf dieses Datum, liegen beide Veranstaltungen auf demselben Kalendertag. Auch die regionale Küche besitzt eine klar abgegrenzte geografische Zuordnung: Spalla cotta di San Secondo wird in einem Gebiet der parmischen Ebene hergestellt, das Fontanellato, Roccabianca und Pieveottoville umfasst. San Secondo bildet dabei das Zentrum dieses Gebiets. Der kulinarische Bezug führt somit ausdrücklich auch nach Pieveottoville und nicht nur nach San Secondo. Für die Reiseplanung steht dem festen Festdatum damit ein räumlich bestimmter Bezug der regionalen Spezialität gegenüber.
Regionale Bezüge in der parmischen Ebene
Pieveottoville ist im Zusammenhang mit der Spalla cotta di San Secondo Teil eines Gebiets der parmischen Ebene. Weitere Ortsbezüge im Parma-Kontext sind Compiano, Marore, Busseto, Terenzo, Orzale, Parma, Vigatto und Diolo.
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