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Fontanaluccia zwischen Via Matildica und Glockenkultur

Unterkünfte in Fontanaluccia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Fontanaluccia verbindet Bergwege, Wasserbau, Glockenkultur und Erinnerung an die Kriegszeit. Wer den Ort über seine Landschaft und Geschichte kennenlernen möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Wege führen durch Kastanienhaine und über historische Trassen, während Kirche, Glockenturm und Talsperre eigene Themen für die Reiseplanung eröffnen.

Wege durch Fontanaluccia

Der Sentiero Matilde beginnt an der Pfarrkirche von Fontanaluccia und führt durch einen Kastanienhain die Hänge des Monte Roncadello hinauf. Ein Abschnitt des Sentiero dei Castagni Secolari trägt auch den Namen Sentiero del Rosario und umfasst entsprechende Stationen. Angestoßen wurde dieser Weg von Don Mauro Prandi, dem Pfarrer von Fontanaluccia.

Die Etappe 8B der Via Matildica del Volto Santo führt über Fontanaluccia und verläuft dort auf der historischen Via Bibulca, die auch Via Imperiale heißt. Die Etappe ist 13,8 km lang und weist 1.426 Höhenmeter im Aufstieg sowie 756 Höhenmeter im Abstieg auf. Diese unterschiedlichen Wegangaben helfen Ihnen, Optionen zu vergleichen und Ihre persönliche Planung zu orientieren.

Talsperre, See und geologische Schichten

Das Becken von Fontanaluccia ist ein künstlicher See. Gebildet wird es durch einen Betondamm mit Verkleidungen aus Sandstein. Die Talsperre speist das Wasserkraftwerk Farneta über einen Tunnel, der in den gewachsenen Fels gegraben wurde. An der Talsperre ist außerdem die geologische Abfolge des Cervarola gut aufgeschlossen, sodass die Gesteinsschichten dort deutlich zutage treten.

Von der Talsperre von Fontanaluccia aus ist das kleine Wasserkraftwerk Muschioso zu sehen. Es gilt als nicht besichtigbar und bleibt damit ein Bestandteil der technischen Landschaft, der sich von außen einordnen lässt.

Kirche und Glockenkultur

Die heutige Kirche von Fontanaluccia stammt aus dem Jahr 1836. Im 19. Jahrhundert waren in Fontanaluccia zwei Glockengießereien aktiv. Die Gießerei Giovanni Battista e Lodovico Bimbi – Fonderia Bimbi – war die bekannteste und am längsten aktive Glockengießerei von Fontanaluccia.

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Der Glockenturm enthält vier Glocken namens GROSSA, MEZZANA, MEZZANELLA und PICCOLA. Sie wurden 1896 von der alten Gießerei Bimbi gegossen. Die Bimbi-Glocken waren in den gesamten Toskanischen Apuanischen Alpen, einschließlich der Garfagnana und der Versilia, sehr geschätzt. Die Gruppo Campanari Fontanaluccia will das händische Läuten der Sakralglocken nach toskanischer Methode wiederbeleben.

Erinnerung und lokale Festtage

Das Partisanen-Bataillon Claudio unter der Leitung von Ermanno Gorrieri ließ sich in Fontanaluccia nieder. Das Partisanenkrankenhaus von Fontanaluccia war eine besondere humanitäre Erfahrung, an der die Zivilbevölkerung sowie britische, amerikanische, russische, deutsche und republikanische Soldaten beteiligt waren.

Für Fontanaluccia sind jährliche San-Rocco-Feiern am 15. und 16. August überliefert. Zusammen mit der Kirche, der Glockengeschichte und den Erinnerungen an das Partisanenkrankenhaus geben diese Festtage dem Ort eine kulturelle und historische Dimension, die über die Wegverläufe und die technische Landschaft hinausweist.

Ihre Reiseplanung

Wenn Sie ein Hotel oder eine andere Unterkunft in Fontanaluccia suchen, können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise an diesen Themen ausrichten: an einer Etappe mit klar bezifferten Höhenmetern, an Wegen mit Kastanienbezug, an der Glockenkultur oder an der Talsperre mit ihren geologischen und technischen Besonderheiten. So lässt sich die Wahl Ihrer Unterkunft mit den Interessen verbinden, die Sie vor Ort näher erkunden möchten.

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Weitere Ziele

Spilamberto, San Felice Sul Panaro, Romanoro, Fiumalbo, Casumaro, Casa Marchetti, Pozza, Madonna Della Provvidenza

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