Copparo zwischen Wasserläufen und Este-Kultur
Unterkünfte in Copparo
Copparo: Wasserlandschaft mit Este-Prägung
Copparo liegt in einer vollständig flachen Landschaft, die von zahlreichen Wasserläufen durchquert wird. Das Gebiet liegt östlich des Parco del Delta del Po und der Küste sowie südlich des Po di Volano. Die ersten Entwässerungs- und Urbarmachungsarbeiten im Gebiet von Copparo gehen auf die Este-Zeit um die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Entwässerung und Urbarmachung bezeichnen dabei die Bearbeitung von Wasser und Boden. Wer Landschaften über ihre Geschichte betrachtet, achtet in Copparo auf Wasserläufe und auf die Este-Zeit um die Mitte des 16. Jahrhunderts.
Kirche, Residenz und Kulturerbe
In der Ortschaft Saletta befindet sich die Pieve di Santa Maria di Savonuzzo (San Venanzio), eine romanische Kirche in Copparo. Sie wurde auf Veranlassung des Lehnsherrn Giovanni da Saletta erbaut. Die Kirche besitzt malerische Dekorationen, die der Bologneser Schule zugeschrieben werden. Kulturinteressierte richten ihren Blick in Saletta auf San Venanzio und auf die malerischen Dekorationen der romanischen Kirche.
Die Delizia Estense di Copparo wurde von Ercole II d’Este auf den Überresten einer früheren Jagdburg errichtet. Die Anlage war als imposanter Bau entworfen. Der Entwurf sah fünf miteinander verbundene Türme, weitläufige Portiken, Innenhöfe und große Säle vor. Die Verbindung der Türme und die Folge von Portiken, Höfen und Sälen gehören zur architektonischen Gestalt der Residenz.
Auch die Villa della Mensa wurde auf Veranlassung von Bartolomeo della Rovere errichtet, der von 1474 bis 1495 als Bischof von Ferrara amtierte. Der Palast der Villa della Mensa gehört zum UNESCO-Kulturerbe. Der Torre Estense beherbergt derzeit die Stadtbibliothek von Copparo.
San Venanzio entstand im Jahr 1344 und damit vor der Villa della Mensa im 15. Jahrhundert sowie vor der Delizia Estense zwischen 1540 und 1547. Die zeitliche Folge reicht somit vom romanischen Sakralbau bis zur Este-Residenz des 16. Jahrhunderts.
Museum und regionale Besonderheiten
Das Museum La Tratta befindet sich in einem Bauernhaus des 18. Jahrhunderts mit Scheune. Es widmet sich den Traditionen und der materiellen Kultur des Gebiets um Copparo. Zum Museum gehören auch Forschungsergebnisse zu während des Zweiten Weltkriegs abgeschossenen Flugzeugen. Wer regionale Sachkultur einbeziehen möchte, findet im Museo La Tratta Traditionen und materielle Kultur des Gebiets um Copparo.
Eine kulinarische Besonderheit im Gebiet von Ferrara ist die Coppia ferrarese. Es handelt sich um ein IGP-Brot mit einem bandförmigen Mittelteil und vier gedrehten, zu Spitzen auslaufenden Enden. Auch die Coppia ferrarese gehört als IGP-Brot zum kulinarischen Bezug des Gebiets von Ferrara.
Weitere Ziele
Fortezza, Vigarano Mainarda, Goro, Voghenza, Serravalle, Lagosanto, Poggio Renatico und Runco
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