Minerbio: Rocca Isolani, historischer Borgo und Kirchen
Unterkünfte in Minerbio
Minerbio verbindet einen klar erkennbaren historischen Ortskern mit Bauwerken, deren Geschichten mehrere Jahrhunderte umfassen.
Historischer Borgo und Rocca Isolani
Im historischen Borgo di Minerbio sind das orthogonale Straßennetz und der nahezu quadratische Grundriss des antiken Castrums erhalten. Am Eingang ist noch ein mittelalterliches Eingangstor sichtbar; die zugehörige Zugbrücke ist nicht mehr erhalten. Der Borgo di Minerbio ist zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto und mit dem Bus 93 erreichbar. Die Anfahrt ist damit nicht an ein einziges Verkehrsmittel gebunden. Der erhaltene Grundriss und das Eingangstor gehören dabei zu unterschiedlichen sichtbaren Teilen des Borgo.
Die Rocca Isolani hat Ursprünge im 14. Jahrhundert. Nach ihrer Zerstörung durch die Landsknechte im Jahr 1527 wurde sie um die Mitte des 16. Jahrhunderts wiederaufgebaut. Die Zerstörung von 1527 bildet in dieser Abfolge eine historische Zäsur. Die Innenausstattung wird dem Maler Amico Aspertini aus dem 16. Jahrhundert zugeschrieben. In der heutigen Chiesa di San Giovanni Battista bewahren zwei Gemälde von Ubaldo Gandolfi aus dem 18. Jahrhundert Darstellungen des heiligen Blasius und der heiligen Katharina von Siena. Rocca Isolani und die heutige Chiesa di San Giovanni Battista stehen dabei für unterschiedliche Bauphasen des Ortes. Das heutige Kirchengebäude wurde zwischen 1733 und 1737 anstelle der dafür abgerissenen alten Pfarrkirche errichtet.
Architektur und religiöse Orte
La colombaia wurde 1536 erbaut, besitzt eine achteckige Form und entstand als Produktionsgebäude mit Innenzellen für bis zu 3.000 Tauben. Die architektonischen Formen, besonders die schöne innere hölzerne Wendeltreppe, werden dem Architekten Jacopo Barozzi zugeschrieben; er ist auch unter dem Namen Vignola bekannt. Die Chiesa di San Giovanni in Triario stammt wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert. In ihr befinden sich ein antikes Taufbecken und das Museo della Religiosità Popolare. Das Museum und das Taufbecken liegen im selben Kirchengebäude.
Öffentliche Geschichte und lokale Tradition
Auch jüngere Ortsgeschichte ist in Minerbio präsent. Palazzo Minerva wurde 1933 nach einem Entwurf des Architekten Gian Luigi Giordani geplant. Nach dem Ende des Faschismus wurde die Casa del Fascio zur Casa del Popolo; ihr Konferenzsaal wurde in das Cinema-Teatro „Minerva“ umgewandelt. Diese Abfolge verbindet ältere Baugeschichte mit wechselnden öffentlichen Funktionen.
Für aktive Tage bietet die Ciclovia delle Antiche Paludi Bolognesi eine Anschlussstrecke von und nach Minerbio. Einen kulinarischen Akzent setzt die Sagra della tagliatella, die am ersten Juliwochenende in Minerbio veranstaltet wird. Das erste Juliwochenende gibt der Sagra einen festen zeitlichen Bezug für die Reiseplanung. Die kulinarische Tradition erhält so einen eigenen Bezug neben Baugeschichte, Kirchenkunst und Radroute.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung: Calcara, Pioppe, San Benedetto Val Di Sambro, Savigno, San Giovanni In Persiceto, Villanova, Borgo Tossignano, Porretta Terme
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