Mottola: Felskirchen, Kathedrale und sanfte Hügel
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Foto: Mastrocom via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Mottola zeigt Felskirchen, romanische Sakralarchitektur und sanfte Hügel als unterschiedliche Seiten eines kultur- und landschaftlich geprägten Reiseziels. Wenn Sie historische Räume mit einer ruhigen Umgebung verbinden möchten, zählen mittelalterliche Felskirchen, die Altstadt und der kommunale Wald Bosco di Sant’Antuono zu den unterschiedlichen Zielen in und um Mottola.
Felskirchen und mittelalterliche Sakralräume
Die Felskirche San Nicola di Lamaderchia liegt südöstlich von Mottola im Ortsteil Gorgone nahe der Masseria Lamaderchia. Im Mittelalter war San Nicola di Lamaderchia ein Ort der Frömmigkeit für die Einwohner der Umgebung sowie für Kreuzfahrer und Pilger, die aus dem Landesinneren nach Taranto und Brindisi zogen, um sich zur Weiterreise ins Heilige Land einzuschiffen. Der Ort steht damit in einem historischen Zusammenhang, der religiöse Praxis und die damaligen Pilgerbewegungen miteinander verbindet.
San Gregorio wurde in normannischer Zeit zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert aus dem Fels herausgearbeitet. Die Kirche besitzt einen basilikalen Grundriss mit drei Schiffen und drei halbkreisförmigen Apsiden mit konkavem Abschluss. Gerade für Besucher, die an Bauformen und an der Verbindung von Architektur und Fels interessiert sind, bietet dieser Innenraum konkrete Details zum Betrachten.
Madonna delle Sette Lampade und die Cattedrale dell’Assunta
Im Heiligtum Madonna delle Sette Lampade werden traditionell bis heute sieben Lampen dauerhaft brennend gehalten. Das Fest dieser Madonna wird am 14. September gefeiert. Der Felskirchenraum hat zwei durch zwei Pfeiler getrennte Schiffe, die in nach Osten ausgerichteten Apsiden enden; der Eingang liegt im Süden. Diese Grundrissform gilt bei Sakralbauten allgemein als eher selten. Der Zugang zur Felskirche führt über einen steilen, mit Kies und Geröll bedeckten Abstieg und anschließend über vier Stufen.
In der Schiavonia, der Altstadt von Mottola, steht die Cattedrale dell’Assunta im Herzen des historischen Zentrums. Die romanische Kathedrale wurde in den ersten Jahren des 12. Jahrhunderts errichtet. Ihr Innenraum besitzt einen basilikalen Aufbau mit drei durch eine Säulenstellung getrennten Schiffen. Damit treffen in Mottola eine mittelalterliche Felsarchitektur und ein romanischer Sakralbau mit klar gegliederten Raumformen aufeinander.
Santa Margherita und der Bosco di Sant’Antuono
Der Zugang zur Krypta Santa Margherita führt durch die wild wachsende Vegetation der Gravina und über einen schmalen Steg, der über dem Abgrund verläuft. Die Felskirche Santa Margherita ist wegen ihrer ungewöhnlichen Grundrissgestaltung sowie der Menge und Qualität ihrer Wandmalereien bemerkenswert. Wenn Sie solche Orte erkunden, gehören hier sowohl die Wegführung durch die Gravina als auch die architektonischen und malerischen Einzelheiten zum Charakter des Besuchs.
Der kommunale Wald Bosco di Sant’Antuono umfasst etwa 520 Hektar. Die Provinzstraße Nr. 36 Mottola–Martina Franca durchquert das Waldgebiet, das sich über sanfte, wenig zerklüftete Hügel in einer Höhenlage von 400 bis 450 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt. Im Vergleich zu den Felskirchen und der Gravina vermittelt dieser Landschaftsraum eine andere Seite Mottolas: offene, sanft modellierte Höhen statt steiler Zugänge und felsiger Innenräume.
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